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Veröffentlichung: 20.2.2026 15:40

Der Teufelskreis des Krieges

Ich schlage dich, du schlägst mich. Und ab dann geben alle sich gegenseitig die Schuld, angefangen zu haben. Sie schlagen sich heute noch. Natürlich erfindet der Krieger hier Ausreden. Weshalb Kriege möglich sind. Es geht ihm um gute Gründe, im Stile von der Zweck heiligt die Mittel.

Dieses Phänomen gibt es bei allen Kriegen. Selbst, wenn man sagt, dass beide Seiten sich nur verteidigen, kann dieser Mechanismus sich einschleichen (weil die Grenzen oder Aufgaben nicht klar sind). Ich habe gehört, von muslimischen Gesetzen, die verlangen, dass die Juden und Israel sterben müssen. Logischerweise würden solche Regeln einen solchen Kreislauf besser aufrechterhalten.

Rein religiös betrachtet, ergibt es Sinn, diesen Lauf zu unterbrechen. Doch, wenn man aufhört sich zu prügeln, der andere wird dich weiterhin schlagen. Es ist nicht einfach sofort vorbei. Und vielleicht stirbst du dabei wie Jesus. Christus war sich dieser Mechanismen bewusst. Er hätte, wenn er auf der Erde geblieben wäre, sich mit den Pharisäern prügeln müssen. Klar, er hätte auch einfach abhauen können. Doch das Problem wäre bei einer Flucht nicht behoben gewesen. Manchmal muss es schlimmer werden, bevor wir uns unserer Sünden bewusst werden. Deshalb gibt es in der Bibel die Idee, dass "ohne Blut keine Vergebung". Es passiert zuerst etwas, bevor der Mensch einsichtig wird. Es reicht nicht im Voraus darüber zu reden. Sonst hätte Jesus nicht sterben müssen, sondern er hätte darüber reden können.

Die jetzige iranische Regierung ist so ein Beispiel. Sie wird nicht aufhören die Juden zu nerven. Sie bezahlt die Hamas und die Hisbollah. Zwei Terrororganisationen. Gewalt und Terror ist sich der eigenen Konsequenzen nicht vollständig bewusst (wüssten sie die Folgen, würden sie damit aufhören). Sie denken, wenn sie einen anderen Menschen töten, kann dieser sich nicht mehr wehren. Doch von Gottes Seite war dies nicht so gedacht. Der Tod ist wegen der eigenen Sünden vorgesehen, nicht, um andere zu töten. Wenn wir andere töten, setzen wir den Teufelskreis in Bewegung. Wir müssen dann mit Konsequenzen rechnen.

Nur, wenn wir Gutes tun, können wir dauerhaft bleiben, selbst wenn wir getötet werden. Die Frage ist wirklich, wie wir diesen Kreislauf beenden. Die Lösung ist wie Jesus zu sterben. Ohne dass wir selbst Gewalt anwenden. So wird sich die Gewaltlosigkeit verbreiten. So sehen die Menschen, die Sinnlosigkeit dieses Lebens. Leben und Sterben scheint vom Zufall abhängig. Wir haben nicht wählen können als wer wir geboren sind. So lernen sie den Gewaltkreislauf verstehen. So erleben sie den tatsächlichen Frieden. Denn, wenn wir zurückschlagen, werden wir keinen Frieden finden, weil jemand oder besser etwas zurückschlagen wird (ähnlich wie wenn man einen Computer mit Gewalt zusammenbauen will, dann gehen die Teile kaputt und am Ende steht man vor nichts).

Natürlich wird alles ganz ruhig, wenn wir alle Atombomben abschiessen. So wurde es auch ruhig, nachdem Hitler "zerstört" wurde. Doch dies führt grundsätzlich nicht zu einem besseren Verhalten der Beteiligten. Gerechtigkeit würde jedem die passenden Konsequenzen auferlegen und wäre dem Frieden dienlich. Leider wird einem Grossteil der Bevölkerung nie die Folgen auferlegt, weshalb sie auch nicht lernt friedlich zu leben. So entstehen immer wieder neue Kriege. Das Gesetz von "Auge um Auge" macht also alle blind, anstatt nur einmal zu gelten. Diese Tendenz Richtung Schuld und Rache sehen wir auch bei Crans Montana und einigen italienischen Medien. Sie fordern für ihre Toten bei der Brandkatastrophe harte Strafen. Ob die Schweiz den Toten gerecht wird, hängt dabei nicht von Strafen ab, sondern ob in der Zukunft ein ähnliches Ereignis eintritt. Milde vor dem Gericht ist erwünscht, wenn der Lohn dafür ist, dass weltweit keine ähnlichen Verbrechen mehr passieren.

Schwierig hat es nur derjenige, der sich als Letzter noch prügeln will. Denn gegen ihn wehrt sich niemand. Wichtig ist hier, dass Schläge keine Erlaubnis sind. Der Letzte der sich prügelt, setzt sich also nicht durch, sondern wird verachtet. Ihm werden die Waffen genommen.

Der nächste Beitrag handelt vom Frieden in einer Demokratie. Es ist leider so, dass alles voneinander abhängig ist. So auch die Fähigkeit abzustimmen.