Demokratie funktioniert besser, wenn jeder für sich richtig funktioniert. Übernimmt jemand nicht die Verantwortung über sich, gibt es Probleme. Was bringt es, wenn es wichtiger ist, wer etwas sagt, als was gesagt wird? Was bringt es, wenn Menschen nicht fähig sind selbst zur Wahrheit zu finden? Was bringt es, wenn die Menschen nicht fähig sind zu prüfen? Nur mit Selbstständigkeit ist eine fortschrittliche Zivilisation längerfristig haltbar.
Mit was muss eine Demokratie leben? Mit unterschiedlichen Meinungen und Religionen. Es bringt nichts, die Menschen zu einer bestimmten Haltung zu zwingen. Es kann sogar schädliche Konsequenzen nach sich führen. Freiheit ist in diesem Sinne notwendig. Zwang raubt Freude. Es ist zwar einfach, wenn wir genau wissen, was die Befehle sind. Doch Diktate führen bekanntlich in die Diktatur. Selbstständigkeit verursacht Konflikte. Es fordert, den anderen stehen lassen zu können. Nicht immer auf alles reagieren.
Manchmal kann man schon sich angegriffen fühlen. Doch dies sollte kein Problem sein. Frieden erträgt den Krieg. Frieden erträgt alles. Das Zurückschlagen als notwendige Regel zu sehen, oder auch das Schlagen, ist die Ursache von Krieg. Wir fühlen uns schnell angegriffen. Wir sehen es an China. Der Chef dort muss die Chefs des Militärs entfernen. Zu was soll dies führen, wenn alle mit der Angst leben müssen, entmachtet zu werden? Gerade diejenigen oben sind eine Art Vorbild. Wird Angst zum Vorbild, haben wir ein ernsthaftes Problem. Selbstständigkeit bedeutet einen positiven Umgang mit Fehlern.
Wie gehen wir mit grösseremn und kleinerem Versagen um? Sehen wir es als Normalität? Als Weg das Richtige tun zu wollen? Oder sehen wir es als nicht tolerierbares Problem? Wie können wir unseren Mitarbeitern die Angst nehmen sich Hilfe zu holen? Indem wir selbst richtig mit dem Scheitern umgehen. Und es ist ganz normal, dass der Mensch dazu neigt, böse zu reagieren. Dies ist keine Legitimität für Kriminalität. So ist es auch falsch von der Regierung Chinas Menschen vorsorglich hinzurichten, in der Hoffnung, sie würden etwas daraus lernen. Angst lähmt und ist die schlechteste Erziehungsmethode. Freude verbreiten wäre die besser Angewohnheit. So im Flugzeugbau: Wenn ein Fehler passiert, egal wie viele zehntausend oder millionen SFr. es kostet, es ist wichtiger dazu zu stehen. Dies fördert eine Fehlerkultur in der weniger Fehler passieren. Dies motiviert den Mitarbeiter seine Fehler nicht zu verstecken. Denn ist wirklich alles erlaubt, gibt es keinen Grund zu schweigen.
Die Bibel schreibt davon, wie einfach, der richtige Weg ist. Und leider kann es da schon vorkommen, dass man wie Jesus ermordet wird. Doch haben alle eine entsprechende Fehlerkultur, bleibt man mit Freude am Leben. Fehlt diese, macht es sowieso keinen Sinn zu überleben.
Was hat das alles mit Selbstständigkeit und Demokratie zu tun?
In einer Demokratie sollte möglichst jeder abstimmen. In der Schweiz wird auch über gewisse Detailfragen entschieden. Deshalb sollte der Bürger mündig sein. Das Abstimmen ist ein Prozess der Prüfung und der Argumente. Es geht nicht einfach nur darum, seine Stimme abzugeben. Es geht darum zu prüfen, wieso wir für das eine oder andere Thema sind. Es ist wie, wenn wir der Chef (Bürger) einer Firma (Demokratie) sind. Als Chef haben wir Verantwortung. Wir können es also besser oder schlechter machen, indem wir abstimmen. Machen wir es schlecher, verliert die Demokratie ihren Nutzen und wir diktieren anstatt Freiheit zu bringen. Als Chef geht es auch nicht darum, irgendjemandem nachzulaufen. Schliesslich ist man zuoberst in der Hierarchie. Es geht auch um ein Bewusstsein, welches Fehler einberechnet. Nicht jede Entscheidung gefährdet alles. Wenn wir uns zum Beispiel dafür entscheiden, mehr Menschen auf unser Boot zu lassen, kein Problem, ausser es steigen zu viele Menschen aufs Boot. Dann sinkt es. Es geht auch darum, längerfristig zu planen und abzuschätzen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen. Selbstständigkeit bedeutet deshalb, wie gehe ich mit meinen Fehlern um. Zeige ich ständig auf andere (zum Beispiel auf Trump) oder sehe ich auch meine Fehler. Verstehe ich das grössere Bild? Ist meine Idee Mehrheitsfähig, oder findet meine Idee keinen Anklang. Lässt sich etwas umsetzen oder nicht? Dies sind alles Punkte, die es fordert geprüft zu werden. Ein Haus baut man nicht einfach so. Man plant es. Und wenn man damit fertig ist, weiss man ob genügend Geld und Ressourcen vorhanden sind, oder ob man es besser sein lässt. Baut man trotzdem wird das Haus nicht fertig oder es stürzt zusammen. Selbstständigkeit bedeutet Verantwortung und diese muss gewisse (zum Beispiel Natur-)Gesetze respektieren.
Werden die Gesetze ignoriert, weil wir einem Idealbild nachlaufen, dann verlieren wir den inneren Frieden. Zum Beispiel, weil das Geld schon ausgegeben wurde. Oder weil der Plan aus anderen Gründen sich nicht verwirklichen liess. Spaltet sich die Politik in Rechts und Links, wie wir es in Deutschland mit der Afd und den herkömmlichen Parteien sehen. Dann stürzt das ganze System in sich zusammen. Ein gespaltenes Reich kann nicht bestehen. Es teilt sich in zwei oder mehr Parteien. Die Frage ist, verstehen wir die grundlegende Einigkeit von Afd und den anderen Parteien. Verstehen wir wie, Trump und die Demokraten sich einig sind? Der Frieden ist genau diese Basis. In ihm waren sich schon alle immer einig. Nur die Mittel um diesen zu erreichen, darum wird bis heute gestritten. Kriege werden praktisch immer gegen andere Kriege geführt. Doch uns wird verkauft, dass Putin böse ist. Anstatt auf die verbindenden Faktoren zu weisen. Plötzlich ist man Putinversteher. Es scheint so, dass wir lieber Sanktionen haben. Wir merken gar nicht, wie diese nicht nur Russland schaden, sondern auch uns selbst. Dabei geht es nicht nur um Öl. Es geht auch um Ideen. Der Frieden geht verloren, weil wir lieber an böse Menschen glauben. Anstatt zu sehen, dass wir uns schon einig sind. Selbst der grösste Krieger braucht den inneren Frieden. Denn hat er diesen nicht, zittert er und kann das Schwert nicht ruhig führen. Natürlich verliert selbst der beste Krieger den inneren Frieden und dann stürzt nicht nur er selbst zusammen, sondern auch sein Land, ja, einfach alles. Deshalb will niemand den Frieden aufgeben. Der grösste Sieg ist deshalb laut Kunst des Krieges, wenn wir gewinnen ohne zu kämpfen. Einfach, weil wir verstanden haben, dass alles zumindest auf dem inneren Frieden basiert.
Im nächsten Text auf friedensethik.ch geht es darum, wie die iranischen Demonstranten sich selbst sabotieren.
Der nächste Text auf gnade-und-werk.ch handelt um "Tötet die Ungläubigen neu verstanden"
