Es ist schon speziell. Jemand der von etwas nichts wissen will, regt sich auf. Der Andere, der sich wirklich aufregen sollte, regt sich nicht auf. Wieso eigentlich? Wenn jemandem etwas egal ist, dann hat er es nicht im Griff. Nur wenn jemand davon ausgeht, dass es darauf ankommt, hat er sich im Griff. Es kommt nun mal darauf an, was am Rand der Strasse ist. Würde man den Rand der Strasse nicht kennen, würde man die Klippe herunterfahren. Es ist also entscheidend, nicht nur zu sehen, was der Weg ist, sondern auch, wo der Weg aufhört und was dahinter ist.
Wenn wir uns aufregen, dann meist unbegründet, weil wir etwas nicht hören wollen. Wir wissen gar nicht genau, was es ist, was wir nicht hören wollen. Wüssten wir, was wir nicht hören wollen, dann würden wir uns auskennen und müssten das Gespräch nicht fortsetzen. Dass wir auf etwas reagieren, bedeutet, dass wir noch mehr davon hören wollen. Doch viele reagieren auf etwas, obwohl sie davon genug haben. Was soll das?
Derjenige der Bescheid weiss und genau weiss, wo ein Strassenrand zum Weg gemacht wird, der bleibt ruhig. Obwohl es etwas offensichtlich falsches ist, einen Strassenrand zum Weg zu machen. Irgendwann kann man nicht mehr unterscheiden zwischen einem Rand und einem Weg. Was dann passiert, ist, dass wir die Klippe herunterfahren. Derjenige, der davon nichts hören will, fährt die Klippe herunter, weil er denkt, dass der Strassenrand ein Weg ist. Und das ist auch derjenige, der sich aufregt. Dabei hat er es ja selbst nicht hören wollen, dass der Strassenrand niemals zum Weg gemacht werden sollte. Dieser Typ wird unter Umständen so gut im Verdrängen sein, dass er nicht einmal im Nachhinein sich über sein Problem im Klaren ist. Denn es ist ihm wichtiger, sich aufzuregen.
Vielleicht sollten wir öfters die Frage stellen: Wieso regst du dich auf, wenn du davon nichts wissen willst? Du machst es so ja nur noch schlimmer. Du wirst durch dein Aufregen blind und fährst dann die Klippe herunter. Und es ist ja nicht das Problem des Anderen, dass du überhaupt innerlich dich aufgeregt hast. Es ist deine Blindheit, die dich so stresst und unter Druck setzt. Würdest du sehen, wärst du wie die Anderen, die bescheid wissen und sich deshalb nicht aufregen müssen.
Es ist dem Menschen nicht möglich, dass es ihm egal oder Gleichgültig ist, deshalb sollte der Mensch sich informieren und recherchieren. Deshalb ist alles Willkommen, auch der Strassenrand. Nur so sehen wir, wo die Strasse fertig ist und wohin wir nicht fahren sollten. Wenn du bescheid weisst, wirst du auch ruhiger. Da braucht es dann gar kein Aufregen, weil du aufgeklärt bist.
Heute wird überall erwartet, dass man sich einigermassen anständig und friedlich verhält. Natürlich ist dies immer wünschenswert. Sobald man aber einen Kollegen hat, der es nicht immer schafft, friedlich zu bleiben, gerät man in ein komisches Denken. Ja, wenn dieser vielleicht wirklich auch aggressiver auftritt. Vielleicht hat man das eine oder andere Projekt am Start und stellt sich die Frage, wen man jetzt in alles einbinden will. Wenn man nun weiss, dass einer davon früher auffällig war, wird es schon viel schwieriger mit ihm zu kooperieren und ihn einzustellen. Natürlich gibt es das Recht auf Arbeit.
Die Frage ist auch noch, wie friedlich plant man selbst zu sein? Ist man vielleicht sogar bereit ganz friedlich ohne Gegenwehr zu sterben? Wieso sollte man dann mit Menschen kooperieren, die vielleicht noch für Gewalt sind? Oder Menschen, die für berechtigte Gewalt sind? Für “Not-Wehr”. Doch ist man wirklich bereit wie Jesus zu sterben, dann ist jegliche Gewalt unerwünscht und man ist bereit immer zu sterben. Ist man dann noch eher arm als reich, weiss man, dass man sich sowieso nicht wehren kann. Das heisst, vor Gericht wird man den Kürzeren ziehen.
Seit mir als Christ bewusst wurde, dass ich nötigenfalls ganz friedlich und hoffentlich auch anständig sterbe, wurde mir bewusst, dass ich eigentlich mit nicht Christen nur erschwert zusammenarbeiten kann. Doch nur schon unter den Christen, gibt es viele, die es nicht ernst nehmen und nicht wirklich einsehen, friedlich zu bleiben. Ich weiss wie es ist, wenn es im Auge beisst, dann rennt man zum Wasserhahn. Das ist überhaupt nicht lustig. Man braucht dann eine sofort Lösung. Aber eben, nehmen wir an, die Christen sind auch wirklich “kleine Jesusse”, dann wenden sie niemals Gewalt an und werden auch nicht laut. Trotzdem müssen sie ein Ventil haben und sie müssen irgendwie eine Lösung finden können.
Umso friedlicher wir werden, desto weniger wollen wir mit potentiellen Gewalttäter zutun haben. Plötzlich ist jemand sogar gewaltsam, der einfach nur laut wird. Deshalb hört man Gott wohl auch selten reden. Er ist einfach zu friedlich geworden, könnte man sagen. Und natürlich eines der Menschenrechte ist das Recht auf Arbeit. Und Arbeit wird ja nicht nur gebraucht, um Geld zu verdienen. Sondern Arbeit ist eine Art Ventil und Platz zum Austoben. Deshalb sind viele nach der Arbeit so richtig erschöpft. Arbeit ist am Ende friedlich. Und man müsste deshalb jeden Gewalttäter auch dazu einladen. Doch eben, was wenn er es nicht schafft, sich zu beherrschen? Um das zu verhindern, ist es wichtig, dass dieser über all seine Sorgen reden kann und so einen Platz hat, vorzeitig seine Wut abzubauen. Er muss schliesslich lernen, lieber früher angesprochen, als später ausgerastet. Denn beim Ausrasten gehen womöglich Dinge für immer kaputt. Diese Dinge können auch Beziehungen sein. Vielleicht sind gewisse Menschen nicht mehr bereit zusammenzuarbeiten. Alles wegen der Gewalt. Am Ende muss man den Gewalttäter entlassen, weil ein anderer sich vor die Wahl stellt, den Gewalttäter oder ich. Und natürlich wird der Gewalttäter das grössere Problem haben.
Wieso ticken Menschen aus und bleiben nicht friedlich? Wieso können sich gewisse Menschen nicht gut ausdrücken? Wieso lassen sie sich provozieren? Und wie löst man diese Fesseln? Schliesslich ist es so, wenn man Gewalt anwendet, dann wird diese früher oder später zurück kommen. Spätestens in der Ewigkeit. In der Ewigkeit schmerzfrei zu sein, ist nur möglich, wenn wir vollständig auf Gewalt verzichten können. Und bedenklich ist auch, dass wenn jemand sagt, dass es kein Leben nach dem Tod gibt. Gibt es wirklich kein Leben nach dem Tod, kann dieser Menschen umbringen und am Ende sich selbst richten. Er wird dann niemals zur Rechenschaft gezogen, weil es nach dem Tod fertig ist. Die einzige Hoffnung auf Verantwortung beruht darin, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht. Ich glaube aber auch nicht, dass wir als Tiere wieder auf die Erde kommen.
Verantwortung ist nur möglich, wenn wir zu unseren Problemen stehen. Verantwortung ist nur möglich, wenn wir Risiken eingehen. Verantwortung ist nur möglich, wenn wir selbst keine Gewalt ausüben, obwohl wir sehen, dass andere Gewalt ausüben und so ein leichtes Spiel haben. Gewalt ist normalerweise nur für Reiche oder Mächtige eine Wahl. Arme Menschen, können keine Gewalt ausüben und sie wären dann schnell weg vom Fenster. Geben wir die Gewalt vollständig auf, haben wir die Hoffnung in der Ewigkeit, dass wir weniger Schmerzen erfahren werden. Sind wir offen für gewalttätige Menschen, kann es sein, dass diese den gewaltlosen Weg lernen. Doch sind wir nicht konsequent, laden wir uns zu grosse Lasten auf. Wir müssen unser Kreuz selbst tragen. Niemand anderes wird es für uns tun. Und wohl das Stärkste am Kreuz ist das Leiden, das wir erlebt haben. Denn dieses ist eine Art von Gewalt, die wir erlebt haben. Jeder erlebt Gewalt, doch sie ist nicht immer tatsächlich vorhanden, manchmal bilden wir uns auch Gewalt ein. Es ist wichtig zu erkennen, dass wir in der Ewigkeit Gewalt erleben werden, wenn wir selbst Gewalt ausüben. Das Ziel ist deshalb immer, noch friedlicher und noch gewaltarmer zu werden.
Dieser Text ist für viele auch zu anstrengend und deshalb eine Art von Gewalt, die sie nicht hören wollen. Vielleicht ist der Frieden von Gestern, die Gewalt von Heute. Aber der Frieden von heute ist gewaltarmer als die Gewalt von Heute. Der Frieden möge grösser werden.
Es gibt Menschen, die nichts Negatives mehr hören wollen. Dadurch werden dann Menschen eingeschüchtert, die Negatives erleben. Traurige Menschen getrauen sich nicht mehr zu äussern, weil alles was sie sagen, als negativ bewertet werden könnte. Eine Form der Unterdrückung ist also, wenn man nur noch Positives hören will. Eine ein bisschen schwächere Unterdrückung ist, wenn man bestimmte negativen Dinge nicht mehr hören will. Um Frieden zu finden, muss das Negative auch seinen passenden Platz bekommen.
An wen sollen wir uns wenden, wenn wir davon ausgehen müssen, dass Negatives nicht gehört werden will? Wie sollen wir Frieden finden, wenn wir mit den schwierigen Sachen alleine gelassen werden? Versteht mich nicht falsch. Positives ist gut und natürlich zu bevorzugen. Aber für Positives ist jeder Mensch. Wirklich jeder. Die negativen Menschen, wollen grundsätzlich auch das Positive. Und natürlich ist es richtig, das Positive sich zu wünschen. Aber wir müssen uns klar sein, dass alles seine Kosten hat. Nichts ist gratis. Nun kommen die Jesus-Fanatiker und behaupten, dass Jesus gratis ist. Mag ja alles sein. Aber zu wem ist Jesus gegangen? Zu den Negativen, zu den Sündern.
Doch Jesus hat auch gesagt, was ist leichter einem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben oder steh auf und geh umher (Markus 2,9). Die Sünden, die sieht niemand. Aber dass er nicht gehen kann, das sieht jeder. Wenn du nun sagst, dass jemandem seine Sünden vergeben sind, stimmt es vielleicht gar nicht. Du kannst nicht überprüfen, ob die Sünden wirklich vergeben wurde. Wenn du aber einem Gelähmten sagst: Steh auf und geh umher, dann weisst du nachher, ob er wirklich umsetzen konnte, was gesagt wurde.
Wenn du nun einem Mitmenschen sagst: Sei positiv, dann siehst du nicht, ob er es geschafft hat, positiv zu werden. Er wird es sogar vor dir verstecken, dass er negativ ist und es nicht geschafft hat, positiv zu sein. Doch wenn der Gelähmte wieder geht, dann muss er es nicht verstecken und er wird es auch nicht verstecken. Natürlich, vielleicht ist der Gelähmte gar nicht gelähmt, sondern will von seiner Krankheit profitieren. Wenn er aber von seiner Krankheit profitieren will, dann ist es das gleiche ihm zu sagen: Steh auf und geh umher. Wenn er dann aufsteht und geht, weisst du, er will nicht mehr von seiner Krankheit leben und du hast es geschafft.
Jesus sagte den Menschen nicht nur, dass sie positiv sein sollen, sondern er hatte auch die Macht und die Weisheit dazu, dass diese Menschen fortan positiv sein konnten. Praktisch alle Menschen, die sagen, sei nicht so negativ, haben die Macht und die Weisheit gar nicht dazu, das zu sagen. Es ist ihr persönlicher Wunsch, positiv zu sein. Spätestens, wenn ein wirklich negativer Mensch auf diese möchtegern Positiven zugeht, wird dieser Positive seine Beherrschung verlieren und somit selbst negativ werden. Dieser Möchtegern, wusste eben nicht, was es bedeutet, nicht mehr negativ zu sein.
Wir wissen nur, was negativ ist, wenn wir das Negative auf uns nehmen können, wie es Jesus getan hat. Haben wir es wirklich geschafft, auf uns zu nehmen, dann sind wir trotzdem noch positiv und haben uns trotzdem noch im Griff. Schaffen wir es aber nicht, auf uns zu nehmen, dann werden wir selbst negativ. Spätestens, wenn ein negativer Mensch, versucht positiv zu sein, er es aber nicht schafft, spätestens dann muss dem negativen Menschen klarwerden: Der Andere war gar nicht positiv. Er hatte nicht die Autorität, mir die Negativität auszutreiben. Vielmehr wurde dieser Andere selbst negativ, indem er mir irgendwelche Sachen anfängt einzureden, in der Hoffnung, ich könnte positiv werden. Es ist leider so, dass nur die Wahrheit frei macht, nur Jesus macht frei. Alle anderen sind jetzt aufgebracht, weil ich entweder es geschafft habe, Jesus zu sagen, oder weil sie sich verletzt fühlen, dass sie selbst nicht positiv seien. Wenn ihr wirklich Positiv seit, dann bringt euch nichts mehr aus der Fassung und ihr werdet wie dieser Jesus, der einem Gelähmten sagt: Steh auf und geh umher.
Wenn ihr den Frieden nicht habt, dann ist das einerseits euer Problem. Aber kann ich nicht mit dem Krieg umgehen und friedlich bleiben, dann bringe ich keinen klaren Gedanken mehr zustande. Die Unruhe im Kopf, macht am Ende jeden zum Verlierer, sogar die Menschen, die denken, sie seien stark und könnten alles ertragen. Solange wir noch Kriege führen, müssen wir damit rechnen, unsere innere Ruhe zu verlieren. Wenn wir unseren Frieden verlieren, dann hatten wir noch nie den wirklichen Frieden, das sollte uns klar sein. Denn der wirkliche Frieden ist so ansteckend, dass der Gelähmte aufsteht und umhergeht, wenn man ihm sagt, dass er dies tun soll.
Es ist entscheidend einen guten Umgang mit negativ-Informationen zu erlangen. Denn Fehler sind negative Informationen. Über Edison gibt es die Geschichte, dass er unzählige Wege herausgefunden hat, wie seine Glühbirne nicht funktioniert. Oft ist es wirklich so. Wir machen es Anfangs auf die falsche Weise. Das ist ja gerade das Interessante. Würden wir alles sofort richtig machen, gäbe es weder Arbeit noch sonst etwas. Es gäbe nichts zu leben, weil alles ja schon perfekt ist.
Wie können wir also mit unseren eigenen Fehler umgehen? Wie gehen wir produktiv mit diesen negativen Informationen um? Positiv denken, das wollen alle. Aber dazu müssen wir über unsere eigenen Fehler stehen. Wir selbst sind kein Fehler, niemals. Niemand ist ein Fehler. Vielmehr passieren uns viele Fehler und daran vorbei gibt es keinen Weg. Herauszufinden, wie etwas nicht funktioniert, ist entscheidend. Wollen wir Diktaturen abschaffen, müssen wir fähig sein, individuell und fehlertolerant zu leben und dabei selbst einen Fehler höchstens einmal zu machen. Wir können praktisch nicht verhindern, dass wir einen Fehler einmal machen. Aber was wir können, ist aus den Fehlern zu lernen, dass wir sie nicht tun.
Wieso sind Fehler so schwierig zu erkennen? Wenn wir etwas falsch machen, dann spüren wir einen Schmerz. Damit wir richtig mit diesem Schmerz umgehen können, müssen wir kein Problem haben, wenn jeder diesen Fehler sieht. Die meisten Menschen aber wollen sich gut fühlen. Weil sie sich gut fühlen wollen, wollen sie keine Schmerzen fühlen. Und Fehler sind Schmerzen. Das heisst Menschen wollen grundsätzlich keine Fehler machen. Sie machen diese Fehler aber immer wieder, weil sie die damit verbundenen Schmerzen irgendwie ablehnen. Sie sind nicht bereit, ihr ganzes Leben an die Öffentlichkeit zu bringen.
Menschen haben berechtigte Ängste und Befürchtungen, wenn es darum geht, alles ans Licht zu bringen. Und natürlich ist es schwierig, mit Fehlern richtig umzugehen. Da der Mensch gut dastehen will, gibt er anderen Menschen die Schuld. Er will Schmerzen vermeiden um jeden Preis und kann sich nicht vorstellen, dass Schmerzen ok sind, solange wir diese erkennen und verstehen, wie wir sie nicht mehr wiederholen müssen. Bei Schmerzen und Fehlern geht es darum, wie wir diese nicht wiederholen müssen. Es geht bei ihnen nicht primär darum, wie wir sie für immer vermeiden. In einem ersten Schritt geht es nur darum, dass die Fehler sich nicht wiederholen, denn so werden sie weniger und wir leiden damit auch weniger.
Damit sich Fehler nicht wiederholen, müssen wir auch wissen, dass die Sprache immer falsch verstanden werden kann. Schlussendlich wünschen sich die Menschen eine friedliche und liebevolle Umgebung. Diese kann man nur schaffen, wenn Fehler erlaubt sind. Doch um Fehler zu erlauben, muss zumindest der Chef die ganze Verantwortung tragen. Ein Chef trägt aber nur Verantwortung, wenn er auch alle Fehler und Sünden aller seiner Mitarbeiter auf sich nimmt. Und hier fängt es schon an. Die meisten Menschen sind nicht fähig, die verschiedensten negativen Informationen richtig einzuschätzen und einen korrekten Weg für diese Informationen zu finden. Dabei gibt es grundsätzlich einen ganz einfachen Weg, mit negativen Informationen umzugehen: Einfach aufschreiben!
Schreib also auf, wie etwas nicht funktioniert hat. Umso mehr du herausfindest, wie etwas nicht funktioniert, desto eher wirst du herausfinden, wie es am besten funktioniert. Menschen, die es sofort richtig machen, hatten einfach nur Glück. Glück haben, kann jeder. Echte Leistung entsteht gerade dort, wo wirklich jeder mögliche Fehler geschieht. Meist wird mit solch einer schwierigen Umgebung aber meist alles abgewürgt. Der Mensch hasst seine und die Fehler anderer einfach zu fest. Der Mensch ist zu befangen. Befangenheit bedeutet ja gerade, dass man seine eigenen Fehler übersieht. Man ermittelt falsch, weil man sich zu wenig Zeit lässt. Man lässt sich zu wenig Zeit, weil der Schmerz zu gross ist. Und leider kommt es nicht nur auf den Chef darauf an. Sondern die Mitarbeiter können sich auch gegenseitig zu hassen anfangen. Hass entsteht durch soziale Fehler und subjektive Ungerechtigkeiten.
So kann ich mir schon vorstellen, dass den Chinesen geholfen wäre, wenn diese ihren Chef kritisieren dürften. Doch leider entstehen durch solch ein kritisches Verhalten schwierig zu ertragende Gedanken. Die Menschen können sich womöglich nicht selbst beherrschen. Einfach, weil sie eher etwas abwehren und nicht glauben wollen, als die Möglichkeit zu eröffnen, dass alles kein Problem ist. Denn oft ist es eben ein Problem. Die einzige Möglichkeit, wie wir diese Probleme und Fehler verhindern können, ist mit einem Verhalten, wie es Jesus zu Tage brachte. Nur, wenn jeder alle Sünden auf sich nimmt und allen vergibt, ja, nur wenn jeder so wie Jesus bereit ist zu sterben und zuvor wie Jesus gelebt hat, nur dann haben wir genügend Liebe, um unseren Chef kritisieren zu können und dabei wirklich kein Problem zu haben.
Und es ist nunmal so: In der modernen Gesellschaft müssen die Armen ganz sich wie Jesus bereit sein zu sterben, weil diese sich sowieso nicht wehren können. Wenn die Reichen bereit wären, wie Jesus zu sterben, dann bräuchte es irgendwann keine herkömmliche Polizei mehr. Ja, die Polizei würde andere Aufgabenbereiche bekommen. Sie wäre fähig, durch Kommunikation Streit zu schlichten. Sie bräuchte keine Waffe mehr. Doch um keine Waffen mehr zu brauchen, müssen wir über Waffen bereit sein zu reden. Denn können wir nicht über Waffen reden, ist es so, wie wenn wir über Fehler nicht reden können. Wenn wir über Negatives nicht reden können, ist es nicht sicher, dass der optimalste und friedlichste Weg gefunden wird. Wenn wir Schmerzen verdrängen wollen, werden wir die zugrundeliegenden Fehler auch nicht mehr erkennen. Und wenn wir die Fehler nicht erkennen, werden diese sich wiederholen. Wenn die Fehler sich wiederholen, müssen wir immer mehr Schmerzen ertragen und wir werden eines Tages daran zerbrechen oder an ihnen sterben. Deshalb steht in der Bibel, dass wir den Tod sterben, weil wir gesündigt haben.
Die Polizei können wir nur abschaffen, wenn die Menschen alles immer sofort ans Licht bringen. Doch dazu müssten sie lieben und fehlertolerant sein. Wirklicher Frieden entsteht dadurch, wie wir fähiger werden aus eigener Leistung mehr zu ertragen ohne dabei selbst mehr auf uns zu nehmen. Leider ist es dieser Widerspruch der Sprache, welcher es so schwierig macht, den Frieden und die Liebe korrekt umzusetzen und zu leben.
Es ist äusserst interessant, sich in einen Schöpfer oder Spieleentwickler hineinzudenken. So versteht man, wie unsere Welt aufgebaut ist und was wir erwarten können. Natürlich ist das Leben mehr als ein Spiel. Doch was für ein Spiel gilt, gilt auch für das Leben. Fürs Leben gilt einfach noch mehr.
Jeder Spieleentwickler, der eine Welt baut, muss dafür sorgen, dass der Spieler seine Figur steuern kann. Wenn der Spieler seine Figur nämlich nicht steuern könnte, würde er schnell aufhören zu spielen. Er hätte das Interesse verloren. Dies ist auch die gute Botschaft, dass Gott die Welt so geschaffen hat, dass wir unseren Charakter auf jeden Fall steuern können. Wenn wir einmal verstanden haben, wie wir unseren Charakter steuern, entsteht ein Friede und Gerechtigkeit. Denn es ist weiter nur logisch, dass wir bekommen müssen, was zu erwarten war.
Das eigentliche Problem ist aber, dass es so aussehen mag, als könnten wir unsere Spielfigur nicht steuern. In diesem Fall tritt der Faktor “den anderen die Schuld geben” ein. Wir geben vornehmlich immer wieder anderen die Schuld, weil die Welt den Eindruck erweckt, als könnten wir unsere Spielfigur nicht steuern. Dabei war mein Erlebniss mit Microsoft immer wieder entscheidend. Denn selbst dann, wenn Microsoft wirklich schuld war, konnte ich mein Problem selbst und ohne Microsoft lösen. Es sieht eben so aus, als könnten wir unser Leben nicht steuern.
Machen wir uns zu viele Gedanken, über andere Menschen, sind wir fremdgesteuert und haben somit keinen Frieden. Schliesslich geht es nicht darum, was andere tun, sondern wie man selbst etwas Gutes tut. Es geht darum, was man selbst tun kann und wo man sein Leben steuern kann. Es ist entscheidend für einen grossen Frieden, diese Selbststeuerbarkeit zu erreichen. Für die einen sieht das so aus, dass sie zu Gott beten und ihre Gebete erfüllt werden. Doch natürlich geht es beim Selbst-Steuern auch darum, sein Leben zu führen. Es geht nicht darum, auf andere angewiesen zu sein. Es geht aber darum, zu verstehen, wann und wieso man auf andere angewiesen ist.
Wenn Gott will, dass diese Welt besser wird und die Spieler mehr Freude an seinem Spiel haben und es somit mehr Kinder gibt, dann muss er die Möglichkeit, dies zu verwirklichen einbauen. Gott muss dafür sorgen, dass die Menschen Erfolgserlebnisse haben und so die Selbststeuerbarkeit erleben. Kein Spiel funktioniert ohne diese Erfolgserlebnisse. Und wo Erfolg ist, da ist auch das Versagen.
Normalerweise versagt man zuerst und macht es erst nachher richtig. Denn wir müssen schliesslich alles lernen. Es geht also nicht ohne Fehler. Wir sind schliesslich nicht Gott, sondern wir müssen lernen. Und so ist es ganz normal, dass man zuerst auf einem falschen Weg sich befindet und glaubt, man könne ja seine Spielfigur nicht steuern. Das gehört zum Leben und natürlich gibt es viele Methoden, wie man das Leben nicht steuern sollte und falls man es trotzdem tut, man sein Leben in Wirklichkeit erschwert und nicht vereinfacht. So müssen wir oft viel Lehrgeld bezahlen. Das gehört alles dazu, um sein Leben steuern zu lernen. Man nennt diesen Prozess auch “sterben” oder “sterben wie Jesus”. Unsere alte falsche Vorstellung muss sterben, damit wir in eine neue Vorstellung kommen, in der wir alles rein theoretisch selbst bestimmen können. Fängt man einmal an, diesen Traum, der Selbststeuerung zu träumen, wird man seine Ziele erreichen und noch viel mehr. Und alles, weil man daran geglaubt hat, dass Gott diese Selbststeuerung unterstützt. Schliesslich muss jeder Schöpfer dies ermöglichen. Und dabei geht es nicht darum, was Gott für dich parat hat, sondern, was du selbst parat hast. Es geht darum, was du machen willst. Gott gibt dir die ganze Freiheit. Du selbst kannst fast alles wählen, ausser das Geschlecht und ein paar anderen Faktoren.
Ehrlich wird das Geschlecht dann ziemlich unwichtig, weil du ja so viele andere Möglichkeiten entdecken kannst. Es geht darum, nicht etwas zu ändern, sondern etwas zu entdecken. Es geht darum, den Schleier der Opferhaltung loszuwerden und zu sterben, damit wir verstehen mögen, was wir selbst wirklich wollen. Gott wäre blöd, wenn er dich falsch geschaffen hat. Gott hätte keine Freunde und erst recht keine Mitspieler, wenn er blöd oder dumm wäre. Ein Spiel wird schliesslich erst dann interessant, wenn andere Spieler mitspielen. Alleine ist das Leben uninteressant. So gilt es auch zu entdecken, wie man Gemeinschaften schliesst und zusammen seine Spielfiguren steuert. Orchestriert. Alles fein abgestimmt. Die grösste Kunst ist es, nichts dem Zufall zu überlassen, doch dafür, müssen uns die Fehler und Tretminen klar sein, damit wir diese nicht tun. Das Gute tut man also. Das Böse tut man nicht. Einen Zufall will man also nicht haben, aber Glück will man. Pech macht keinen Sinn. Ich wünsch dir das Glück, auf eine positive Art und Weise die Selbststeuerung erleben zu dürfen. Viele Menschen glauben nicht mehr daran. Sie glauben, sie seien Opfer der Umstände. Sie schauen auf andere, anstatt auf das eigene Potential. Gott hat dich mächtig geschaffen! Mächtig genug, um mehr als nur dich selbst zu steuern. Schliesslich muss er das, denn er will, dass sein Reallife gespielt wird.
Und das Krasse: Die Erfolgserlebnisse werden möglich, ohne dass du irgendetwas im Aussen ändern musstest! Das Aussen freut sich schon auf deine neuen Ergebnisse, welche es zu dem werden lässt, das es schon immer wollte.
Der Mensch hat eine ganz spezielle Art zu zeigen, dass er an das Gute denkt. Zum Beispiel als ich Software programmierte, habe ich oft gedacht: “Microsoft ist schuld”. Doch am Ende konnte ich meine Probleme ohne Microsoft lösen. Es war eigentlich nie Microsoft schuld, ausser einmal. Und obwohl Microsoft schuld war, konnte ich das Problem selbst und ohne Microsoft lösen.
So ist der Mensch. Er glaubt an das Gute in sich selbst und gibt deshalb den anderen Menschen die Schuld. Es kann ja nicht sein, dass ich einen Fehler beim Programmieren gemacht habe, also muss Microsoft schuld sein. Doch es gibt noch eine Eskalationsstufe mehr. Wenn man nicht erklären kann, wieso etwas schiefgeht, gehen die einen davon aus, das alles bewusst gemacht wird. Alles weil sie es selbst bewusst machen. Und das Resultat sind die bösen Menschen in den Köpfen. Man sieht es daran, dass im Gesetz zwischen guten Menschen und bösen Personen unterschieden wird. Die bösen Menschen sind jene, die absichtlich und bewusst, andere fertigmachen. Wie kann es anders sein, weil man sich nicht vorstellen kann, dass jemand etwas unterbewusst tut. Also müssen diese Verbrecher genau wissen, was falsch gemacht wurde und sie sind demnach böse. Doch würden diese Menschen verstehen, dass man viele Dinge gar nicht so bewusst tut, müssten sie ihren Standpunkt vom Bösen aufgeben. Plötzlich ist der Drogensüchtige nicht mehr ein Mensch, der bewusst sich kaputt macht, sondern weil ihm nicht klar war, wie gefährlich Drogen sind.
Eine andere Weise ist, zu sagen, dass der Mensch dumm ist. Er kann halt nichts dafür, weil ihm das Wissen fehlt. Er kann es nicht lernen. Vor allem Menschen, die selbst dumm sind, denken, dass andere dumm sind. Diese Menschen wissen nicht, was sie falsch machen. Viele können sich gar nicht vorstellen, dass man alle Dinge richtig oder falsch machen kann. Wenn man ihnen aber erklärt, dass der Hotdog falsch gemacht ist, wenn sich aller Senf unten ansammelt, regen sie sich auf, wieso man einen richtig gemachten Hotdog haben will. Dabei geht es gar nicht darum, ob man einen richtig oder falsch gemachten Hotdog isst, doch der richtig gemachte Hotdog schmeckt einfach besser. Und natürlich darf man Hotdogs falsch machen. Es ist ja extrem schwierig, einen Hotdog richtig zu machen. Man müsste dazu das Loch ins Brötchen tun und dann unter den Senf halten. Genau in dem Moment, wo der erste Senf ganz unten im Brot angekommen ist, müsste man das Brötchen drehen, sodass der Senf sich im Brötchen verteilt. Eben, es ist schwierig einen Hotdog richtig zu machen und natürlich kann man ihn auch ganz einfach richtig machen, doch dann ist etwas anderes falsch.
Wieso soll man es richtig machen, wenn es so kompliziert ist? Macht man es halt dumm? Der Dumme sieht erst dann seine Fehler ein, wenn er selbst darunter anfängt zu leiden. Dann plötzlich will er das Gute haben. So sieht man, dass der Dumme nicht Böse ist, sondern gut. Doch der Mensch, der bewusst mit Intelligenz die Sachen falsch macht, dem sagt man nach, dass er wirklich böse ist und niemand ihm helfen kann. Doch wieso ist solch ein böser Mensch trotzdem gut? Ehrlich gesagt, wäre ein Mensch wirklich böse, müsste er in allen Disziplinen das schlechtere Resultat haben wollen, ja, solch ein böser Mensch, will nur versagen und leiden. Ein böser Mensch hat zu Hause keine Fitnessgeräte, sondern Foltergeräte. Doch diese Foltergeräte braucht er primär nicht um andere zu foltern, wie es ein guter Mensch tun würde. Nein ein böser Mensch braucht die Foltergeräte um sich selbst zu foltern. Ein böser Mensch überlegt sich also, wie er selbst möglichst viel leiden kann. Er wird bei einem Kartenspiel auch niemals gewinnen wollen, sondern nur verlieren. Es gibt keine böse Menschen, sondern gute Menschen, die sich nichts Schlimmes über Drogen denken und diese dann konsumieren und daran zugrundegehen, obwohl sie am Leben bleiben wollten. Jeder Mensch will das Gute. Und weil für den Menschen das Gute so wichtig ist, gibt er anderen die Schuld, denn der Mensch will der Gute sein. Weil dem Menschen das Gute so wichtig ist, sagt er, dass andere Menschen böse sind oder dumm. Er versucht mit allem was er selbst hat, eben der Gute zu bleiben. Und natürlich ist nichts daran schlimm, dass man der Gute sein will, ja, es ist doch wirklich gut der Gute zu sein, deshalb benannten sich die Satanisten auch als Gott. Wären die Satanisten böse, würden sie sich nicht Gott nennen, sondern Satan.
Da es Menschen gibt, die gegen das hier Geschriebene sind, handeln sie und verändern ihre Sicht so, dass ich im Unrecht bin und einen noch längeren Text schreiben müsste, um wieder darzulegen, dass der Mensch eigentlich immer trotzdem das Gute will.
Leider gibt es eine unbequeme Wahrheit. Der Begriff “Nationalsozialismus”. Was war nun schlecht an Hitler? War es der Sozialismus oder der Nationalismus? Oder war es die Kombination von beidem? Für mich zeigt sich hier wieder ganz klar, dass man alles falsch machen kann. Sozial zu sein ist für mich eigentlich nicht schlecht und für sein eigenes Land zu schauen ist auch ok. Doch wie kombiniert man diese beiden Dinge, damit kein neuer Hitler entsteht?
Sagen wir es einmal so: “Liebe deinen nächsten wie dich selbst”. In diesem Satz steht, dass man sich selbst lieben soll. Aber es steht auch, dass man seine Mitmenschen lieben soll. Wenn jemand wie zum Beispiel der Hitler, gewisse Bevölkerungsgruppen ausschliesst, dann erhöht er sich selbst und erniedrigt andere. Das ist falsch. Doch genauso falsch wäre es, andere zu erhöhen und sich selbst zu erniedrigen. Liebe deinen nächsten wie dich selbst, hat ein Gerechtigkeitsanspruch. Es geht hier darum, dass auf beiden Waagschalen gleich viel drin ist. Und leider ist dies äusserst schwierig herzustellen. Denn so schnell wiegt irgendetwas mehr oder weniger und schon ist die Waage nicht mehr im Gleichgewicht. Wir haben dafür zu sorgen, dass wenn wir anderen sagen, dass sie zu Hause bleiben müssen, wir auch selbst bereit sind zu Hause zu bleiben. Doch leider ist dies nicht immer möglich.
Ich bin zum Beispiel Softwareentwickler. Eigentlich müsste nun jeder Softwareentwickler sein können. Doch das ist nicht möglich. Gewisse Menschen verstehen Mathematik schlechter und Informatik noch schlechter. Wie ist es denn überhaupt möglich, gleichberechtigt zu sein? Es will ja auch nicht jeder Software entwickeln. Sollte nun jeder Software entwickeln müssen, denn dann hätten wir Gleichberechtigung. Natürlich dürfen gewisse Menschen Brot herstellen und andere Software, das ist sogar gut.
Nicht jeder kann gleich gut für den Frieden argumentieren. Soll ich nun zu Hause bleiben, damit die anderen selbst den Frieden erforschen? Oder soll ich mein Wissen weitergeben? Wenn ich mein Wissen weitergebe, dann kann es missbraucht und falsch verstanden werden. Laut Bibel gibt es ein einziges Wort, das nicht falsch verstanden werden kann und das ist Jesus. Doch so wie es ausschaut, verstehen die meisten gerade dieses Wort falsch. Wie können wir nur gerettet werden und wie geht es nur am Ende wirklich allen gut?
Gerechtigkeit ist genauso wichtig wie Liebe. Deshalb Liebe deinen Nächsten so wie dich. Dies besagt schon, dass es Menschen gibt, die weniger lieben und andere die mehr lieben. Das ist in diesem Sinne nicht ungerecht oder schlecht. Wir müssen nicht uns selbst mehr lieben können, wenn wir beides ausgeglichen halten. Wir müssen auch nicht andere mehr lieben können, wenn wir beides ausgeglichen halten. Doch wie wissen wir, ob die Waagschalen ausgeglichen sind? Wir wissen ja nicht einmal, wie fest jemand unter etwas leidet. Naja manchmal müssen wir davon ausgehen, dass es jemandem schlecht geht, entweder weil er nichts mehr sagt oder in negativen Formulierungen ausbricht. Doch wie können wir nur mehr lieben?
Für mich ist die Frage nach mehr Liebe entscheidend. Ich meine mit Liebe immer die göttliche Liebe, eigentlich nie die sexuelle. Wir lieben mehr, wenn wir unseren Mitmenschen mehr vergeben und es schaffen sie zu ermutigen, aber gleichzeitig ihnen auch die Gerechtigkeit beibringen können. Doch bei der Gerechtigkeit ist es so, dass wir es immer falsch machen, weil es immer noch besser geht. Wenn wir nun wie Jesus leben und die Gerechtigkeit nicht mehr fordern, sondern zeigen, wie wir bereitwillig leiden, werden unsere Mitmenschen automatisch auch mehr ertragen und sich mehr selbst beherrschen.
Zu lieben bedeutet also, niemals anderen etwas aufbürden, das man selbst erledigen kann. Für was kann ich programmieren, wenn ich von einem Bauer fordere, dass er programmieren soll? Ich sollte zuerst alles geben, was ich kann, um dann zu schauen, was andere mir beibringen können. Wenn ich es nicht schaffe, aber ich wenigstens richtig mit dem nicht schaffen umgehe, dann lernen andere, wie sie es richtig nicht schaffen. Das ist schon viel besser, als ständig von anderen irgendetwas fordern. Wir können nicht gut genug argumentieren, um anderen zu erklären, wie sie es machen sollen. Am Effizientesten ist es immer noch, wenn jeder das lernt, was er selbst am besten lernt. Ich fordere also, dass ich das tue, was ich am besten tun kann und gleichzeitig wünsche ich mir, dass meine Mitmenschen lernen das am besten zu tun, für was sie geschaffen wurden. Wir können unsere Rolle nicht wirklich verlassen. Selbst Schauspieler haben ihre Rolle als Schauspieler. Sie übernehmen die Rollen anderer Menschen nur für eine begrenzte Zeit.
Wenn jeder das tut, was er am besten kann und nicht schaut, ob andere es genauso gut tun, dann haben wir eine Welt, in der wir aufblühen und gedeihen können. Sich selbst zu lieben, bedeutet nicht seine schwarzen Seiten hochzuheben, denn diese kann man ja nicht lieben. Sich selbst zu lieben, bedeutet zu tun, was man selbst gut kann. Und andere zu lieben, bedeutet, ihnen zu überlassen, was sie tun wollen, damit sie hoffentlich irgendwann sich selbst kennenlernen, damit sie verstehen mögen, was sie am besten tun können. Und allgemein zu lieben, bedeutet, etwas Gutes zu tun. Wir können andere und uns selbst nicht für Böses schätzen. Wir können das Böse nur irgendwie übersehen oder auf das Gute hinweisen. Liebe weist darauf hin, was gerecht und unschädlich ist, denn nur so macht man am Ende nicht sich selbst kaputt (zum Beispiel, indem man andere kaputt macht). Wir müssen mit dem Bösen aufhören und mit dem Guten anfangen.
Neulich diskutierte ich mit einem Kollegen. Es hiess: “Linke sind sozial und Rechte schauen nur für sich”. Das Problem: Man muss beides können. Wenn ich nicht für mich selbst sorgen kann, dann kann ich niemandem helfen, weil ich ein Niemand bin. Natürlich reicht oft schon ein bisschen für sich selbst sorgen, doch es kann sein, dass man dann nicht jeder Person helfen kann. Mein Anspruch ist es, dass es meinen Freunden gut geht. Deshalb kann auch nicht die ganze Welt zu meinen engeren Freunden gehören. Natürlich, wenn man Milliarden hat, könnte man vielleicht besser helfen. Doch die Hilfe verpufft schnell, wenn man nicht für sich selbst sorgen kann. Denn irgendwann hat man kein Geld mehr, weil man nur noch für andere schaut.
Nur noch für andere da sein – eine Illusion, die völlig abhängig macht. Es braucht dann die anderen und es braucht unter Umständen dich selbst nicht mehr. Natürlich kann man alles richtig und falsch machen. Doch falsch für andere zu sorgen, bedeutet, sie in Wirklichkeit arm zu machen. Wenn man nicht weiss, wie etwas funktioniert, sollte man die Hände davon lassen. Wenn man nicht weiss, wie etwas gelingt, dann sollte man es unterlassen. Zumindest eine Ahnung sollte man haben, aber dann muss man überprüfen, ob ein Gewinn entsteht oder nicht. Denn entsteht kein Gewinn, ist alles umsonst. Mit Gewinn meine ich, dass die Menschen sich so fest über die Hilfe freuen, dass sie von sich selbst aus bereit sind Geld zu geben. Sie müssen nur bereit sein, Geld zu zahlen, arme Menschen können ja nichts bezahlen.
Geld ist nichts anderes als eine Art Abstimmung. Wer ist bereit für etwas Geld auszugeben? Was hat es verdient, dass es bezahlt wird? Geld ist also sozial, weil wenn man alleine ist, gibt es keine Notwendigkeit für Geld. Einsam muss man nichts einkaufen, weil man ja einsam bleibt. Und in unserer Welt führte extreme Einsamkeit schon immer in den Tod. Das heisst, die Menschen versuchen ganz natürlich schon, ihre Einsamkeit zu verlieren und begeben sich in Gemeinschaften. Man sieht nur selten einen Einsiedler und selbst die nehmen Besucher mit Freuden auf.
Doch alles hat seine Grenzen und Geld genauso. Wenn man denkt irgendetwas völlig automatisch erledigen zu können, hat man sich geirrt. Es geht nichts von selbst. Der Computer ist voller Tücken und Fehler. Der Computer wird den Mensch zerstören, weshalb er niemals über den Menschen herrschen sollte. Dennn der Computer hat kein Mitgefühl. Er führt genau das aus, was eingegeben wird. Und wer versteht schon alle Menschen? Wer weiss wie die Herzen ticken? Niemand! Denn alle halten sich selbst für gut, aber ihre Feinde für böse.
Umso besser man das Soziale mit dem für sich selbst sorgen vereint, desto besser läuft das Leben ab. Und dazu muss man sich genügend Zeit geben. Wie will man für sich selbst sorgen, wenn man keine Zeit für sich selbst nimmt? Geht nicht. Wie will man für andere sorgen, wenn man keine Zeit für andere nimmt? Wie können wir in der Natur überleben, wenn wir nur in künstlichen Umgebungen waren? Wie können wir Freundschaften knüpfen, wenn wir in der Natur sterben?
Der Konflikt zwischen Links und Rechts ist deshalb so problematisch, weil man von Beidem etwas braucht. Umso besser man sozial ist, desto mehr Gewinn hat man, weil man weiss, was andere wollen. Umso besser man für sich selbst sorgen kann, desto weniger muss man fürchten. Menschen, die viel Geld haben, können zumindest irgendwie für sich selbst sorgen. Menschen, die wenig Geld haben, sind meist viel sozialer, weil sie wissen, dass es für den Erfolg andere braucht. Vergessen wir beides nicht. Helfen wir Menschen, dass sie zu mehr Geld kommen, indem sie verstehen lernen, was wirklich zählt. Wirklich zählt ja nur, was die Bedingungen von Links und Rechts erfüllt. Es reicht nicht Links und nur sozial sein. Man muss auch wissen, wieso man selbst auf bestimmte Weisen handelt. Man muss wissen, wieso man selbst manchmal ausrastet. Man muss sich selbst kennen. Ich bin schizophren und muss lernen mit meiner Schizophrenie umgehen, sonst könnte ich womöglich sogar sterben. Ich sprang schon einmal aus dem Fenster und überlebte nur mit viel Glück. Ich konnte nicht für mich selbst sorgen. Ich war völlig von fremden Faktoren abhängig. Deshalb war es auch möglich, dass ich im Schlaf aus dem Fenster sprang, ohne es selbst zu tun.
Man kann eben völlig fremdgesteuert sein, wie mein Sturz es beweist. Und das ist leider nicht lustig. So könnte noch vieles passieren, das schlimm endet. Doch kennt man nur sich selbst und ist man nicht fähig, auf andere einzugehen und auch mal von sich selbst wegzukommen, nutzt man die anderen nur aus. Zur persönlichen Bereicherung von anderen zu leben, ist sinnlos. Meiner Meinung nach, ist der Teufel völlig alleine und will keinen Kontakt. Das führt dazu, dass die Gemeinschaft scheitert. Das führt dazu, dass man anderen sagt, was sie zu tun haben. Denn man ist nur alleine, weil die anderen tun, was man selbst will. Es bringt nichts, für andere etwas zu tun, wenn man selbst völlig dagegen ist. Sozial zu sein, bedeutet seine Freunde zu kennen und zu wissen, was sie brauchen, wer sie sind und wie sie ohne mich auskommen. Denn brauchen meine Mitmenschen ich ständig, dann sind sie drogenabhängig von mir. Es geht ja nicht darum, dass wir abhängig sind, sondern, dass wir andere menschen nicht brauchen, aber trotzdem für andere Menschen da sind.
Wenn wir für andere Menschen da sind, dann hat dies mehr Wert, wenn wir die anderen Menschen eigentlich gar nicht brauchen. Andere Menschen zu benötigen, ist ein äusserst problematischer Zustande. Dies suggeriert, dass es alleine nicht ginge. Dies suggeriert, dass wir selbst ungenügend sind. Wenn wir andere Menschen benötigen, dann ist dies ein äusserst schlechter Prozess. Denkt nur, was Dorgenabhängige machen – sie töten andere, damit sie zu Geld für ihre Drogen kommen. Menschenabhängige töten andere, damit sie ständig in Kontakt mit Menschen sein können. Sobald sie alleine auf dem WC sind, drehen sie durch. Sobald sie alleine sterben und es stirbt jeder alleine, drehen sie durch. Der Tod ist das Schlimmste für diese Menschen, weil es keinen sozialen Tod in diesem Sinne gibt. Man stirbt alleine.
Es geht doch darum, dass du so sein kannst, wie du bist. Es geht doch darum, dass die Menschen dich annehmen wie du bist. Es geht doch darum, dass du die Erlaubnis und die Forderung hast, dass du dich nicht verstellen musst. Es geht doch darum, dass deine Mitmenschen es schätzen, wenn du dich nicht verstellst. Es geht doch darum, dass deine Mitmenschen dich treffen, weil sie dein Freund sind und durch dick und dünn gehen. Es geht darum, wie in den schlimmsten Zeiten deine Freunde zu dir halten. Es geht aber auch darum, wie du zu deinen Freunden hälst, egal wie schlimm es wird. Und natürlich kann man nicht alles gut heissen. Gewalt ist keine Option. Leider passiert Gewalt manchmal auch unbeabsichtigt und dies ist äusserst problematisch. Deshalb brauchen wir eine Reichtumshaltung, inder wir sind, damit uns nicht etwas fehlen würde. Denn fehlt uns etwas, geht es uns schlecht. Sind wir unvollständig, geht es uns mies. Wenn Menschen uns sagen, dass sie ohne uns nicht sein können, kann dies problematisch sein. Denn wir können nicht rund um die Uhr mit diesen Menschen sein. Spätestens der Tod wird uns scheiden. Und manch einer Schläft früher ein oder wacht später auf. Wenn jemand ohne uns nicht kann, müssten wir immer gleichzeitig aufwachen. Es ist nicht möglich. Es wäre sozial, aber auch sehr anstrengend. Und natürlich ist es gut, wenn wir vollgas geben. Doch, was wenn wir unsere Beherrschung verlieren? Was wenn wir an unsere Grenzen kommen und einfach nicht mehr können? Dann wird eben wichtig, wie wir für uns selbst sorgen.
Was ist eigentlich der Zusammenhang von Selbstständigkeit und Demonstrationen? Bei welchen politischen Entscheidungen können wir noch frei handeln? Selbstständigkeit benötigt ja freies Handeln. Und man kann mit ziemlich vielen Restriktionen noch überleben. Sogar in China kann man noch überleben. Der Eingriff in den Körper kann natürlich diese Freiheit schmälern oder weniger freudig machen, wenn es ein erzwungener Eingriff ist.
Nehmen wir an, wir müssen zu Hause bleiben. Heute können wir immer noch übers Internet verbunden sein. Natürlich ist das niemals dasselbe. Und es lohnt sich, je nachdem, auf dem Land zu leben, weil man so eventuell mehr die Natur geniessen kann. Wer in der Stadt wohnt, muss mit mehr Restriktionen rechnen und ist unter Umständen weniger frei. Aber in der Stadt kann man auch mehr frei sein, weil dort mehr Menschen dicht auf dicht leben.
Demonstrationen sind ja eigentlich da, um uns Freiheit zu ermöglichen. Und natürlich werden wohl viele auf die Strassen gehen, wenn man nicht mehr demonstrieren darf. Vielleicht ist es sogar besser, gewisse Demonstrationen der Antifa zu überlassen, obwohl man gleicher Meinung ist. Ich denke die Antifa demonstriert auch ziemlich gerne, oder ich hoffe es.
Um Freiheit zu sichern, müssen wir uns verbünden, wenn möglich. Da zu demonstrieren ein so wichtiger Faktor ist und vermutlich die Antifa auch gerne mal demonstriert, müssen wir darüber nachdenken. In China wurden die ersten Demonstrationen erfolgreich verhindert. Was, wenn das bei uns passiert? Und es trifft dann immer die falschen Demos.
Das spezielle an der Freiheit ist, dass es Meinungen gibt, bei denen man fast der Einzige ist, der die gleiche Meinung hat. Es gibt aber auch Meinungen, bei denen tausende gleicher Meinung sind oder sogar Millionen.
Gewalt hat das Problem, dass sie Gegengewalt auslöst. Wenn man mit Gewalt handelt, muss man davon ausgehen, dass wieder neue Gewalt entsteht. Bei gewaltlosen Aktionen muss man dagegen keine Konsequenzen fürchten, weil sie keinen Schaden ausgelöst haben. Freiheit wird also unterbunden durch Gewalt. Durch Gewalt erzwingt man etwas und man verliert damit die Freiheit, weil der andere dann das Recht bekommt, es mit Gegengewalt auszugleichen. Wenn der andere aber keine Gewalt anwenden muss, um seine Meinung zu behalten, haben wir Frieden. Wenn die Menschen den Frieden bewahren können, haben sie mehr Freiheit.
Frieden bringt also Freiheit und damit Selbstständigkeit. Zum Glück müssen nur die Gewalttäter mit Gegengewalt rechnen. Klar kann auch gegen friedliche Gewalt ausgeübt werden, doch zumindest ist sie dann nicht zwingend. Freiheit bedeutet ja, dass wir tun können was wir wollen oder müssen. Umso besser unsere Kampfkunst ist, desto weniger Gewalt brauchen wir. Die beste Kampfkunst ist es immer noch mit Worten zu handeln und auf Zwang/Gewalt zu verzichten. Worte haben den Vorteil, dass Menschen trotzdem noch tun können, was sie wollen und somit frei und selbstständig bleiben.
Und es gibt die guten Argumente, die Argumente, die den Frieden bewahren und somit allen die Freiheit ermöglichen. Doch zu desto mehr Worstcases und Gewalt wir bereit sind, umso weniger müssen wir nach den besten friedlichen Argumenten suchen. Zwingen wir uns aber, auf diese schlimmen Dinge zu verzichten, dann haben wir keine Wahl mehr, als die Worte zu finden, die völlig ohne Gewalt funktionieren. Diese Argumente kommen primär nicht aus der Psychologie, sondern aus dem Marketing. Mit Psychologie kenne ich mich schon länger aus, aber Marketing ist der entscheidende Faktor, den Frieden zu verkaufen und damit keine Gewalt anwenden zu müssen, weil man so gut im Argumentieren wird.
Bei aller Wortwahl, am Ende bleibt das gleiche Problem: Wir müssen selber dafür sorgen, dass unser Gegenüber nur hört, was es auch hören will. Marketing ist genau dieser Punkt wichtig. Niemand kann einer Person etwas verkaufen, das diese Person nicht wahrhaben will. Marketing hört deshalb seinem Gegenüber genau zu und verkauft dann ein passendes Produkt. Passend bedeutet natürlich. Die Natur ist passend für den Mensch.
Zwang kann eben auch durch Worte entstehen. Indem man jemanden Dinge sagt, die er eigentlich nicht hören will. Marketing macht immer eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation. Und es geht im Marketing immer um eine Art Leiden. Wo leidet eine bestimmte Person und ist bereit alles dafür zu tun, dass dieses Leiden verschwindet. Wäre die Person vollkommen, könnte man ihr in diesem Sinne nichts verkaufen, weil sie schon alles hat. Marketing will also immer unvollkommenen Menschen etwas verkaufen, denn die benötigen noch etwas.
Im Marketing geht es also immer darum, wo eine Person noch nicht frei ist und somit unselbstständig. Hat man diesen Punkt gefunden, muss man nur noch das passende Produkt besitzen.
Es gibt mindestens zwei mögliche Wege, wie man die Welt regieren kann. Der eine Ansatz, ist derjenige des Internet und der andere ist, derjenige von wirklich nur einer Regierung. Das Internet muss man sich als verschiedene Häuser vorstellen, die durch viele Strassen miteinander verbunden sind. Jedes Haus ist ein Knoten und die Strassen sind die Kabel, in denen die Informationen fliessen. Wenn nun ein Haus ausfällt, ist es kein Problem, weil die anderen Häuser unabhängig sind und so weiter existieren. Die Post findet ihren Weg problemlos, weil alles dezentral aufgebaut ist. Haben wir aber nur ein grosses Haus, eine Weltregierung, dann ist alles zerstört, wenn diese eine Weltregierung ein Problem hat. Fakt ist also, dass das Internet einen Alienangriff überlebt, aber die eine Weltregierung wird gegen Aliens scheitern. Deshalb ist es notwendig, dass wir verschiedene Länder und Regierungen haben, die völlig selbstständig operieren und ihre eigenen Wege aufbauen, um zu überleben. Leider ist das Internet einer zentralen Seite überlegen.