Natürlich muss man selbst entscheiden, wie man handelt, wenn gehetzt wird. Und leider kann Hetzte gewisse negativen Effekte haben. Es gibt zum Beispiel Menschen, die bekommen keine neue Bank. Einfach, weil alle Banken den Vertrag künden. Wenn man nun keine Bank mehr hat, kann dies auch zum Tod führen. Hetze kann also dazu führen, dass jemand kein Bankkonto mehr eröffnen kann. Einfach einmal gehetzt ist halb so wild. Aber hat die Hetze ein System, stellt sich schon die Frage, wieso eigentlich?
Zudem kommt es leider oft auch auf die Position darauf an. Wenn nun ein Bankmanager das Konto kündet, ist dies schlimmer, als wenn irgendein unbedeutender Mensch hetzt. Allerdings haben wir ein Problem, wenn der Bankmanager selbst auf Hetze hört. Hetze ist ja dann zerstörerisch, wenn darauf gehört wird. Und natürlich muss der Mensch selbst entscheiden, was er daraus macht. Ein Hetzer müsste auch bei sich selbst schauen, ob es doch vielleicht besser ist, damit aufzuhören. Irgendwie geht es doch nicht darum, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, sondern Wege zu finden wie das Leben leichter wird.
Beim Ertragen geht es auch oft darum, wie man Last abwerfen kann und ein leichteres Leben bekommt. Und muss man ständig hetzen, hat man ernsthaft ein Problem. Weil jeder Mensch, versteht, was Schmerzen sind, vorausgesetzt, die Schmerzen warein einmal genug gross. Und natürlich kann es auch nicht darum gehen, anderen das Leben schwer zu machen, dass sie die Schmerzen spüren. Es geht doch darum, wie wir weniger Leiden wollen und dazu sollten wir auch weniger Leiden verursachen. Hetze kann Leiden verursachen und somit das Lebensziel verfehlen.
Wenn ich nun einem “bösen” Menschen vergebe, dann hetze ich auch nicht mehr. Doch um einem Menschen zu vergeben, muss ich ihm sagen, was er falsch gemacht hat. Sonst kann ihm ja nicht vergeben werden, weil er daran glaubt, keinen Fehler getan zu haben. Es gibt viele Menschen, die keine Fehler machen. Sie merken es irgendwann, aber nur dann, wenn sie ermahnt werden. Lässt jemand sich nicht belehren, muss er die Konsequenzen seiner Tat vollständig spüren. Und die Konsequenzen sind bei Hetze etwas anderes als Hetze. Die Konsequenzen können bei bösartiger Hetze der eigene Tod sein. Doch im Prinzip nur bei dem Hetzer, der am stärksten hetzt. Wollen die Hetzer wirklich, dass ihre Bankkonten gesperrt werden? Wollen Hetzer wirklich, einen Menschen ermorden? Wollen Hetzer, dass man über sie negativ redet? Deshalb hetzt endlich nicht mehr.
Wir sollten nur etwas tun, was wir selbst wünschen, dass es uns angetan wird. Wenn wir also hetzen und Bankkontis sperren, wünschen wir uns das selbst? Leider müssen wir gewisse Dinge nicht tun, obwohl sie uns angetan werden. Denn wenn wir es tun, egal aus welchem Grund, müssen wir die Konsequenzen auf uns nehmen. Wenn wir gegen einen bösen Menschen vorgehen, werden wir selbst zu einem bösen Menschen. Das ist die falsche Art zu kämpfen. Die richtige Art wäre, das richtige Leben aufzuzeigen. Das Leben, welches keine Schmerzen auslöst und keine Schmerzen auslösen will.
Hetzen wir, sind wir ein schlechtes Vorbild, und wir müssen dann davon ausgehen, dass man mit uns nichts mehr zu tun haben will.
Wie erkennt man, ob ein Protest friedlich war? Was ist das Zeichen von Gewalt? Wenn eine Demo gewaltätig wird, dann gibt es ganz bestimmt verletzte oder tote Polizisten. Bevor dieser Zustand eintritt, kann man jeden Protest als friedlich bezeichnen. Leider. Denn wollen Demonstranten mit ihrem Protest schaden, dann gibt es tote oder verletzte Polizisten. Da in der Schweiz ein solcher Fall eher selten bis nie vorkommt, muss man davon ausgehen, dass alles friedlich verlief. Dabei kommt es nicht darauf an, wie geschützt und getarnt die Polizisten sind. Und eine leichte Verletzung zählt noch nicht, als Gewalt. Ein Protest ist dann gewaltätig, wenn Gewalt bewusst eingesetzt wird. Und bewusste Gewalt tötet primär. Das heisst, wenn es ein paar verletzte Polizisten gibt, könnte es auch ein Versehen gewesen sein. Die Frage ist auch wie verletzt die Polizisten sind.
Und leider ist es nicht nur so, dass die Polizisten riskieren müssen zu sterben. Sondern sogar ein Bettler riskiert sein Leben. Denn der Bettler weiss nicht, ob er noch genügend Geld hat, um den nächsten Tag oder Monat zu bestreiten. Ein Bettler könnte also sterben, wenn er nicht an das Geld kommt. Und nur wenn der Bettler sich diesem Risiko wirklich bewusst ist, nur dann hat er die Chance vom Bettlen wegzukommen. Wenn du irgendwo Nahrung gegen Geld tauschst, dann weiss eine Person nicht, ob sie ihr Lohn bekommt. Jeder Tausch ist nicht eine Selbstverständlichkeit. Denn bei jedem Tausch könnte einer die Ware oder das Geld für sich behalten. Die Welt ist so empfindlich, dass wir immer wieder verletzt werden könnten und dies sogar ohne böse Absicht.
Und es kann nun auch ein Polizist kommen und sagen, dass er verletzt ist, aber dieser gar nicht körperlich verletzt wurde, sondern psychisch verletzt ist. Ein friedlicher Protest bleibt trotzdem friedlich, auch wenn einige Polizisten stark psychisch verletzt sind. Ein Bettler muss schliesslich das Risiko eingehen, dass er für sein Geld keine Nahrung bekommt. Ein Polizist muss genauso das Risiko eingehen. Wenn ein Polizist auf nummer sicher geht, dann ist es kein Handel mehr, sondern Gewalt. Ob Gewalt ausgeübt wird, ist also auch die Frage, ob jemandem die Freiheit gelassen wird. Und wenn man jemandem die Freiheit lässt, dann kann man verletzt werden und das nicht nur körperlich. Doch über die psychischen Verletzungen sollte jeder Polizist stehen können.
Ich kenne keinen Fall, bei dem die Corona-Demos einen Polizisten gefährlich verletzt haben. Ich kenne auch keinen Fall, wo ein Polizist getötet wurde. Die Corona-Demos waren also friedlich, egal ob nun ein paar Polizisten oder Politiker verletzt sind, weil sie das hier lesen. Es gab nicht einmal ein Medienbericht, bei dem von “Toten bei Corona-Demos” berichtet wird. Das heisst, dass es nicht einmal erwiesen ist, ob Menschen an Demos durch den Virus getötet wurden. Und Corona ist ja nicht der gefährliche Virus, der bei Kontakt jemanden sofort tötet. Dann könnte man es auch nachweisen. Und zudem wären ja die Corona-Demonstranten die Gefährdeten, weil sie sich ja nicht geimpft sind und keine Masken getragen haben. Die Demonstranten wären laut Narrativ der Regierung zuerst gestorben.
Und so lange Gewalt nicht bewusst getötet hat, muss man von friedlichen Protesten ausgehen. Denn natürlich können Menschen auch zufällig sterben. Es müssen nicht immer gleich die Demonstranten sein. Und natürlich können sich in jede Demo Gewalttäter einschleichen. Keine Frage. Doch da kann man die Verantwortlichen auch nicht wirklich verantwortlich machen. Zudem ist es bei unbewilligten Demos viel schwieriger, nachzuweisen, ob sich ein Gewalttäter eingeschlichen hat. Denn bei unbewilligten Demos arbeitet die Polizei nicht mit dem Demonstranten. Und wenn man extra Gewehre und Schutzwesten trägt, dann ist dies natürlich eine Eskalation. Und trennt man die Demonstranten mit Gittern von den Polizisten, stellt sich auch die Frage, wieso die Panikmache und Angst? Um zu deeskalieren, sollte man doch ein Dialog-Team auf Seiten der Polizei aufbieten. Es ist wie beim Krieg. Wenn man im Krieg mit Atomwaffen droht, muss man sich nicht wundern, wenn eine Atombombe abgeschossen wird. Versucht man aber mit einem Dialog-Team auf Demonstranten zugehen, ist das eine andere Sache. Doch hat man ein Dialogteam, für was braucht man dann die Rüstung?
Ein Dialogteam aufzubieten und gleichzeitig bewaffnete Truppen aufzubieten, ist höchst widersprüchlich und sorgt für weiteren Zündstoff. Will man nun deeskalieren oder eskalieren? Was hat man vor, auf Seiten der Polizei? Es ist ja nicht nur die Polizei, die eskalieren kann, sondern auch der Demoorganisator. Doch will der Demoorganisator Gespräche, muss man von friedlichen Demonstrationen ausgehen. Aber sind die Positionen verhärtet, kann es auch dazu kommen, dass überhaupt keine Gespräche mehr geführt werden. Aber eben – gab es keine tote oder schwer körperlich verletzte Polizisten – dann verlief die Demo friedlich. Und an Corona stirbt nicht jeder und an Corona wird auch jeder verletzt, das zählt also nicht. Wollte man absichtlich Schaden, dann hätte man etwas anderes als ein Virus genommen, nämlich etwas, das auch sicher schadet.
Doch wieso sollte man überhaupt davon ausgehen, dass Demonstranten Gewalt ausüben wollen? Demonstranten demonstrieren ja nicht gegen die Polizisten, sondern gegen die Regierung. Wenn also Demonstranten Gewalt ausüben, dann würden sie einen Politiker töten oder verletzen und sicher keinen Polizisten. Die Polizei hat also nichts zu befürchten. Selbst wenn man davon ausginge, dass die Polizei als Mittler der Politik auftreten, muss man absurderweise von einem Polizeistaat ausgehen, den wir hier in der Schweiz noch nicht wirklich haben. Wäre nun die Polizei der Mittler der Politik, dann wäre das wirkliche Ziel am Ende trotzdem ein Politiker ganz oben. Die Polizei wäre einfach ein Kollateralschaden, den man in Kauf nimmt. Das heisst aber, dass nur dann ein Polizist verletzt würde, wenn die Möglichkeit besteht, einen Politiker zu töten. Doch wieviele Politker wurden getötet? Keiner. Und wieviele Politiker wurden versucht zu töten? Keiner. Es gab keinen Angriff auf Politiker, also auch keinen auf die Polizei. Wieso benimmt sich also die Polizei in Bern, wie wenn sie auf Eiern läuft?
Im Krieg werden Regeln gebrochen. Im Krieg wird alles getan, um zu gewinnen. Im Krieg schreckt man vor keinen bösen Taten zurück. Um einen Krieg zu gewinnen, muss man, zumindest so böse sein, wie sein Feind. Wenn wir also Putin mit Krieg besiegen wollen, müssen wir böser als Putin werden. Es gibt keinen guten Krieg. Der gute Krieg wäre der Frieden, aber der funktioniert völlig anders. Der Frieden basiert darauf, wie die Wahrheit ans Licht kommt. Der Krieg darauf, wie man die eigenen Sünden im Dunkeln behält oder legitimiert. Der Krieg funktioniert durch Täuschung und Zwang. Der Frieden funktioniert durch Aufklärung und Einsicht.
Menschen die den Krieg wollen, wollen oft, dass der Feind bestraft wird für seine Boshaftigkeit. Ist man wirklich einsichtig, versteht man, dass es den meisten Menschen egal ist, wenn sie bestraft werden. Sie ändern ihr Leben nicht. Sie können es nicht. Die Frage stellt sich nun, was macht einen Menschen zu einem guten Menschen. Ein Punkt ist, die eigenen Sünden zu bekennen. Doch die meisten Menschen verstehen nicht, was Sünden sind, weshalb sie dann dir aufzählen, wann sie zuletzt Schokolade gegessen haben. Da der Mensch von keiner Schuld weiss, kann er seine Sünden gar nicht bekennen. Der Mensch fühlt sich hingegen als ein unschuldig Angeklagter, wenn man ihm sagt, dass er Sünder ist. Es bringt also nichts über Sünden zu sprechen, weil den Menschen alles andere in den Sinn kommt.
Mit Strafen zu drohen, ändert nichts. Es würde etwas ändern, wenn man auch einen Ausweg aus der Strafe aufzeigen würde. Ohne diesen Ausweg sind die Menschen niemals bereit auch nur ein bisschen zuzuhören. Gerade dass ihnen die Sünden vergeben sind und zwar von einem Menschen, macht sie empfänglich für die Aufklärung. Gerade dass dem Menschen in Wirklichkeit keine Strafen drohen, reizt den Menschen so sehr, dass er seine eigenen Sünden verstehen lernt. Wenn wir also eine Aufarbeitung eines Krieges oder sonst was wollen, müssen wir von Jesus reden und dass wir genauso bereit sind, zu vergeben. Am Kreuz sagte Jesus: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Sie wissen nicht was Sünde ist. Ihnen fällt Schokolade ein, wenn es um Sünde geht.
Doch wieso will der Mensch sich keine Sünden eingestehen? Weil er so auf das Positive fixiert ist. Er muss eine grössere Belohnung als die verdiente Strafe sehen, damit er seinen bösen Weg in einen Guten ändert. Und ehrlich – wenn du nichts an deiner Situation verbessern kannst, wirst du auch nichts dafür tun, dass deine Situation besser wird. Und wenn du etwas an deiner Situation verbessern kannst, dann bis du blöd, wenn du es nicht tust.
Schach ist ein gutes Beispiel für den Krieg. Geopfert werden die Spielfiguren je nach Wert. Die Bauern haben am wenigsten Wert, dann kommen das Ross und der Läufer. Und schaut man sich das Ende eines Krieges, dann überleben immer beide Könige. Denn es geht im Schach nicht darum, den König zu töten, sondern ihn Schachmatt zu setzen. Das heisst, der König kommt davon, obwohl er den Streit angezettelt hat. Es sterben im Vergleich auch viel mehr Bauern als der eine König. Für die Bauern hat sich der Krieg nicht gelohnt und dem König ist das egal. Falls der König merkt, dass er bald besiegt ist, haut er ab oder bringt sich um. Leider ist das die Realität. Die Frage ist also, wieso streiten die Politiker nicht so miteinander, dass niemand sterben muss? Die Politiker sollten doch ihr Problem so lösen, dass möglichst niemand darunter leidet.
Wie kann ich sicher sein, dass ich der richtigen Person die Schuld gebe? Dafür gibt es verschiedene Antworten. Doch wenn eine Bedingung in Erfüllung geht, dann sollten Sie immer der gleichen Person die Schuld geben. Wie lautet diese Bedingung? Wenn Sie den Fehler beheben können, dann sollten Sie selbst schuld sein. Denn nur dann sind sie motiviert die Probleme selbst zu lösen. Es kann sogar sein, dass nicht Sie selbst den Fehler gemacht haben, doch Sie fähig sind, das Problem zu lösen und die betroffene Person zur Vernunft zu bringen. Dann müssen Sie selbst natürlich etwas tun. Doch die Bedingung bleibt. Können Sie das Problem wirklich lösen?
Um selbst Schuld zu sein, muss man also fähig sein, das Problem zu lösen. Das bedeutet aber auch, dass viele Verbrecher nicht schuldig sind, denn diese können ihr Problem nicht lösen. Verbrecher gehen von falschen Bedingungen aus und produzieren deshalb kriminalität. Viele denken, dass sie ja zum Beispiel stehlen mussten, damit sie überleben konnten. Das ist eigentlich immer falsch. Und Jesus trieb das ganze auf die Spitze. Plötzlich konnten sich die Menschen sagen, ich muss ja gar nicht überleben, vielleicht auferstehe ich. Plötzlich kamen die Menschen in den Todeskampf. Und laut Kunst des Krieges ist dieser Kampf der Effektivste den es gibt. Und tatsächlich, weil die Menschen dachten, dass sie sterben, weil sie kein Essen stehlen, kommen diese Menschen plötzlich auf gute Gedanken und finden alternative Lösungen. Jesus und dem Todeskampf sei dank.
Aber es kann auch sein, dass Sie sich selbst die Schuld geben müssen, wegen etwas, das Sie selbst nicht verbockt haben. Einfach, weil Sie den wahren Schuldigen kennen und ihn am Einfachsten von seinen bösen Wegen bekehren können. Doch auch hier. Bleiben Sie entspannt. Da Sie nicht selbst schuldig sind, besteht für Sie überhaupt keine Dringlichkeit. Sie müssen das Problem nicht lösen und das muss ihnen ganz klar sein. Denn nicht Sie sind das Problem, sonder jemand anderes. Wenn Sie das Problem in diesem Fall zu Ihrem eigenen Problem machen, wird der andere sich sagen, dass es Ihr Problem ist und nicht seines. Denn wenn jemand das Problem nicht selbst lösen kann, denkt er, er sei unschuldig und er wird die Schuld auf Sie abwälzen, gerade weil Sie ihn dafür verantwortlich machen wollen.
Was daraus folgt ist: Sind Sie selbst schuld, besteht eine gewisse Dringlichkeit. Ist jemand anderes Schuld, dürfen Sie das Problem nicht zu wichtig nehmen (selbst wenn Sie es lösen können). In allen Fällen sollten Sie sich genügend Zeit geben, um das Problem zu lösen. Es bringt nichts, eine schnelle Lösung zu haben, wenn 10 weitere Probleme entstehen. Es sollte gut überlegt sein.
Übrigens ist der Begriff “Schuld geben” ein bisschen falsch. Sie können niemandem die Schuld geben, denn entweder ist eine Schuld da, oder sie ist nicht da.
Bei Gott ist etwas ganz speziell. Sünden gegenüber dem Heiligen Geist können nicht von Gott vergeben werden. Und hier der Irrtum von vielen: Sich selbst vergeben funktioniert nicht. Man muss sein Kreuz tragen und das Problem lösen. Das heisst, es kann sein, dass wenn du gegenüber dem Heiligen Geist sündigst, er das Problem zu seinem Problem macht und er somit nicht sich selbst vergeben kann. Der Einzige, der das Problem lösen kann, sind Sie. Vergeben Sie dem Heiligen Geist, weil er die Schuld auf sich genommen hat.
Das heisst, nehmen Sie die Schuld anderer Menschen auf sich, können Sie selbst ihren Mitmenschen unter Umständen nicht mehr vergeben. Stattdessen müssen Sie darauf hoffen, dass die anderen ihnen vergeben. Schliesslich vergibt man immer dem Menschen, der die Schuld hat. Gott kann dir die Schuld nicht mehr vergeben, wenn der Heilige Geist dich von jeglicher Schuld befreit hat und du deshalb nicht mehr schuldig bist. Was du tun kannst, ist aber, die Schuld, die der Heilige Geist auf sich genommen hat, zu vergeben, denn diese Schuld ist nicht mehr deine Schuld.
Soviel ich weiss, wurden friedliche Demonstranten zu Strafen verbrummt. Doch wieso darf man friedliche Menschen unter keinen Umständen bestrafen? Man sendet ein falsches Signal. Nämlich, dass friedliche Menschen bestraft werden sollen. Kriminalität ist das Gegenteil von friedlich. Gesetze zu verletzen oder zu brechen ist nicht friedlich. Aber wieso sollen nun Corona-Massnahmen-Gegner friedlich demonstriert haben? Und was ist die Aufgabe von Strafen? Die Aufgabe von Strafen, ist gerade, dass wir friedlich bleiben. Es geht bei Strafen nicht darum, die Menschen einzuschüchtern, denn diese Corona-Massnahmen-Gegner liessen sich nicht einschüchtern. Das heisst, es hätte weiter eskalieren können, wenn die Gegner nicht demonstriert hätten. Sie hätten kein Ventil gehabt, um ihrem Unmut Gewicht zu geben. Ohne Ventil wäre der eine oder andere geplatzt. Es hätte Tote geben können.
Die Frage ans Gericht: Wieso wird überhaupt ein Corona-Massnahmen-Gegner vor Gericht gezerrt? Und wie will das Gericht die Demonstranten noch friedlicher machen? Wie will das Gericht die Demonstranten erziehen und nicht gegen sich selbst aufbringen? Man kennt es von Kindern, die ihre Eltern nicht mehr ernst nehmen – genau hier drin befinden wir uns. Die Eltern, das Gericht, welches uns erziehen soll und die Kinder, die Demonstranten. Wie hätten also die Demonstranten friedlicher sein können?
Manche Menschen beurteilen ihr Leben anhand von dem, was ihnen gefällt oder nicht gefällt. Das heisst, was ihnen nicht gefällt, kann einfach nicht wahr sein oder es macht keinen Sinn über dies zu reden. Bei der Schizophrenie ist es ja zum Beispiel so. Niemandem gefällt es, schizophren zu sein. Denn schliesslich sind dann schwere Medikamente nötig. Obwohl ihnen die Schizophrenie nicht gefällt, sollten sie darüber reden. Wie soll man gesund werden, wenn alles im Dunkeln bleibt? Oder, wie bleibt es nicht im Dunkeln? Indem man darüber redet. Vermutlich will Gott genau deshalb, dass wir beten. Er will, dass es nicht im Dunkeln bleibt.
Ob es uns gefällt oder nicht, die Wahrheit wird nicht anders, sie bleibt, wie sie ist. Da können wir noch so Geschütze auffahren und versuchen etwas nicht zu glauben. Wenn wir es nicht für wahr halten und es trotzdem wahr ist, denken wir, es ist eine Lüge, obwohl es eine Wahrheit ist. Lügen hält man ja besser nicht für wahr. Dabei können wir es nicht im Voraus wissen, ob es wahr oder falsch ist. Vielmehr müssen wir es zuerst glauben und damit für wahr halten, um herauszufinden, wie es wahr sein kann. Es kann ja nicht irgendwie wahr sein, sondern muss auf eine bestimmte Weise wahr sein. Die Wissenschaft macht das so: Sie schaut in den Himmel und beobachtet, dass die Galaxien immer weiter sich voneinander entfernen. Also geht sie davon aus, dass alles einmal an einem Punkt konzentriert war, dem Urknall. Doch dann merkt sie, dass es ja gar nicht sein kann, dass die Galaxien sich so schnell voneinander entfernen. Sie sagt sich, da muss mehr Materie vorhanden sein, als eigentlich sichtbar ist und sagt der fehlenden Materie “Dunkle Materie”. Nun versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, aus was die “Dunkle Materie” besteht. Denn diese hat ja verschiedene Auswirkungen und eine davon ist, dass die Galaxien sich weniger schnell ausbreiten oder so.
Mach du es gleich. Du siehst nichts, wenn du vor dem Computer sitzt? Das muss nicht gleich eine Lüge sein, nur weil du nicht blind bist. Es gibt andere Möglichkeiten, wieso der Bildschirm dunkel ist. Er könnte ausgeschalten sein, es könnte Stromausfall sein und vielleicht könnten auch noch andere Punkte stimmen. Leider suggeriert uns aber die Welt immer als erstes, dass es eine Lüge ist, denn du bist nicht blind. Es könnte auch sein, dass du einfach die Maus bewegen musst, damit der Bildschirm sich einschaltet. Dass du nichts siehst vor dem Computer, hat also verschiedene mögliche Antworten. Es kann auf verschiedene Weisen wahr sein. Und genau dies bedeutet zu glauben – die verschiedenen Möglichkeiten sehen zu wollen. Sie entdecken zu wollen. Und natürlich – es gefällt dir nicht, dass du nichts siehst, wenn du vor dem Computer bist. Doch wegen dem hat sich die Welt nicht gegen dich verschwört.
Wieso müssen wir eigentlich immer zuerst daran glauben, dass es eine Lüge ist? Weil es uns nicht gefällt und der Standard immer zuerst ist, dass es uns nicht gefällt. Gefällt dir etwas, ohne dass du etwas dafür gemacht hast, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du geliebt wurdest von Gott und es deshalb schon seit Geburt mit dir mitbekommen hast. Doch normalerweise muss es so sein, dass es zuerst nicht funktioniert. Dass wir es zuerst nicht glauben und zuerst als eine Lüge sehen. Es entsteht ja nicht aus dem Nichts ein Computer, sondern zuerst muss man viel die Natur erforschen, bis ein Computer möglich wird. Der Zufall kann keinen Computer erzeugen. Der Zufall erzeugt aber immer das, was Anfangs schon immer da war. Wir müssten ja nichts lernen, wenn wir schon von Anfang weg keine Fehler machen würden. Doch der Mensch macht Fehler. Es ist menschlich. Schon wieder etwas falsch gedacht. Und schwubs – es ist ganz normal, dass die Welt zuerst immer falsch wahrgenommen wird, nämlich nicht so, wie sie Gott geschaffen hat. Alles, weil wir fähig sind zu lernen. Wir sind fähig zu lernen, weil Wahrheit in uns ist. Deshalb sollten wir ertragen und nicht sofort etwas als negativ oder falsch beurteilen.
Wenn du einen Feind hast, dann solltest du mit ihm nicht über alles reden. Doch viele schreiben ihren Freunden vor, was diese nicht zu sagen haben. Gewisse Dinge gefallen diesen sogenannten Freunden nicht und man sollte nicht über diese reden. Doch so geht man mit dem Feind um, nicht mit Freunden. Mit Freunden sollte man keine Angst haben müssen, über alles zu reden. Denn diese versuchen auch immer alles zu glauben und für dich zu urteilen. Der Feind wird versuchen gegen dich zu urteilen. Der Freund für dich. Weil der Feind gegen dich ist, verrätst du ihm nicht alles. Freunde fallen dir nicht in den Rücken und ihnen musst du deswegen auch über alles diskutieren lassen. Sie können dir helfen, zu verstehen, wie der Feind tickt und wie du dich vor ihm schützen kannst. Sie können dir verschiedene Varianten aufzeigen. Doch all dies funktioniert nur, wenn Freunde über alles mit dir reden dürfen, ob es dir nun gefällt oder nicht. Stärker wird man nicht, wenn man das Negative ausblendet, sondern wenn man positiv mit dem Negativen umgeht. Der positive Umgang solltest du von Freunden lernen. Ruf deinen Freunden an, um herauszufinden, ob sie immer noch deine Freunde sind, sie werden dich nicht ablehnen. Und leider ist es ganz normal, dass etwas Anfangs in die Brüche geht. Es kann ja nicht anders, weil wir lernen müssen. Es ist also ganz normal, Freunde zu verlieren. Das ist immer der Standard-Weg, alles, weil wir fähig sind zu lernen. Weil wir fähig sind zu lernen, wollen wir auch grundsätzlich nicht, dass Beziehungen auseinandergehen. Doch wie schon gesagt, vor Freunden gibt es keine Geheimnisse und somit auch keine Dinge, die man nicht sagen sollte. Über etwas zu reden, kann verhindern, etwas zu tun. Es ist wichtiger, zuerst darüber reden zu können, weil du es dann eben vielleicht anders, gar nicht, oder erst recht tust. Wenn du Freunde wie Feinde behandelst und den Freunden also nicht alles sagst, schwächst du dich selbst. Weil der Feind, könnte es trotzdem dir sagen und du würdest explodieren oder sonst etwas schlimmes tun.
Die Welt ist erst vollständig, wenn alle mitmachen. Solange noch irgendwer ausgeschlossen ist, sind wir im Krieg. Solange noch irgendjemand Gewalt und Schrecken verbreiten will, sind wir im Krieg. Der Schrecken kann vom Klima kommen, von der Politik oder auch von Medien. Er kann von Rechtsextremen kommen, oder von Linksextremen. Solange wir über XY nicht reden, können wir nichts mehr über XY lernen. Wenn wir in einem Bereich nicht lernen können, sind wir dort ungeschützt. Über XY nicht reden zu wollen, bedeutet über XY nichts mehr lernen zu wollen.
Die Meinungsfreiheit besteht ja gerade darin, dass man alles über XY sagen darf, als auch, dass XY alles sagen darf. Ist es wirklich so, dass man seinen eigenen Weg verlassen müsste, dann hoffentlich nicht deswegen, weil man über XY nicht reden wollte. Wieso haben wir Angst, wenn wir über XY nicht mehr reden dürfen? Wieso reden wir nicht mehr darüber? Weil das Thema bei uns Schmerzen hinterlässt. Wir sind verletzt. Dabei müssten wir gar nicht verletzt sein. Und wegen Schmerzen über XY nicht mehr zu reden, bedeutet, zu tun, was die Schmerzen sagen. Der Schmerz wird zum Kommondeur, weil man ihn nicht haben will. XY ist zu toxisch, als dass man darüber reden könne. XY ist zu schmerzhaft, als dass man darüber reden könne. Und natürlich wird XY weiterhin schmerzhaft bleiben, gerade weil wir nicht darüber reden wollen. Wir wollen uns mit XY nicht befassen, also hat XY weiterhin die Hand über uns. XY kann tun und machen, was es will, weil wir nicht darüber reden. Der Schmerz kann seine Macht ablassen, weil wir nicht darüber reden wollen.
Derjenige, den du nicht kritisieren darfst, herrscht über dich. Er bestimmt, was du zu denken hast. Gerade weil er machen kann, was er will. Er könnte nicht mehr machen, was er will, wenn er der Kritik zuhören würde. Aber er hört der Kritik lieber nicht zu. Er will lieber in einer Scheinwelt leben. Kritiklosigkeit fördert Scheinwelten. Selbst den Mund zu verschliessen, fördert Scheinwelten. Und natürlich, wenn man den Mund öffnet, kann man erst recht angegriffen werden. Aber man kann nur angegriffen werden, wenn Kritik dasselbe wie ein Angriff wird. Es gibt einen feinen Unterschied, ob man sagen darf, was man denkt, oder ob einem das Konto gesperrt wird. Das Konto zu sperren ist heute einem Todesurteil ähnlich. Zu sagen würde im Prinzip nichts ändern. Das Konto zu sperren, verändert sehr viel. Wenn Kritik nicht mehr erlaubt ist, dann wird das Konto gesperrt. Das heisst, wenn man über die Schmerzen nicht mehr reden will, weil sie einem nicht gefallen, sperrt man die andere Person ein und schliesst ihr Konto. Man verschliesst sich so und bringt sich selbst so ein Stückweit um. Man bringt aber nicht nur sich selbst um, sondern auch denjenigen, der nicht mehr reden darf. Die Schmerzen nicht mehr diskutieren zu wollen, führt dazu, dass die Schmerzen trotzdem noch da sind. Da die Schmerzen noch da sind, betrügt man sich selbst, indem man nicht mehr darüber redet und denkt. Schmerzen verschwinden nicht, indem man nicht mehr über sie redet.
Die Kunst ist es eben, über alles reden zu können. Kann man über alles reden, muss der Schmerz nicht mehr kommen, weil er sich selbst nicht mehr beweisen muss, da er für alle sichtbar ist. Der Schmerz ist also sichtbar, weil wir über ihn reden und bereit sind mit jedermann über ihn zu reden. Weil der Schmerz sichtbar ist, muss er nicht im Dunkeln operieren. Weil der Schmerz sichtbar ist, muss er nicht noch stärker werden, damit wir ihn sehen. Wir sehen also den Schmerz besser, weil er am Licht ist. Am Licht ist er, weil wir darüber reden.
Schmerzen verschwinden, weil sie am Licht sind und man sie sieht. Der Schmerz hat getan, was er tun sollte, indem alles ans Licht gekommen ist. Ist hingegen der Schmerz im Unsichtbaren, wird er niemals verschwinden, weil wir ihn selbst sogar vergessen. Reden wir auch nicht mehr über ihn, können wir auch nichts mehr über ihn lernen. Das Licht kommt ja gerade deswegen ins Dunkle, weil wir es dorthin führen. Das Licht hat keine Angst. Es beleuchtet alles. Es wird alles sichtbarer und verständlicher. Können wir alles verstehen, müssen wir keine Angst mehr davor haben. Verstehen wir etwas, können wir damit umgehen.
Die Idee dieser Theorie ist wichtig, weil sie direkt mit Reichtum und Armut zu tun hat. Es gibt natürlich verschiedene Auslegungen dieser Theorie. Eine ist, dass der Reichtum der Reichen sich automatisch zu den Armen überträgt. D.h. verdienen die Reichen mehr, dann verdienen auch die Armen mehr. Die Folgen sind, dass die Reichen nicht dafür sorgen müssen, wie sie die Armen bezahlen, sondern, dass der Fortschritt ganz von alleine nach unten tröpfelt. Wieso funktioniert diese Theorie nicht?
Schön wäre es natürlich, wenn man irgendetwas “automatisch” tun könnte. Doch der Mensch fühlt sich nicht wohl, wenn er einfach “automatisch” abgearbeitet wird. Der Mensch will lieber den entsprechenden Experten, als einen Computer. Denn der Computer unterliegt in einem Punkt dem Menschen. Der Computer weiss nicht aus erster Hand, wie sich ein Mensch anfühlt. Der Begriff, dass etwas “automatisch” geschieht, hat aber auch noch ein weiteres Problem. Ohne dass der Computer gefüttert wird, macht er überhaupt nichts. Es geschieht also überhaupt nichts automatisch, auch kein Tröpfeln des Reichtums herunter zu den Armen. Wenn es möglich sein sollte, dass der Reichtum von dein Reichen irgendwie bei den Armen ankommen soll, dann muss dafür bewusst gesorgt werden.
Wenn man bewusst dafür sorgt, dass der Reichtum bei den Armen ankommt, dann braucht man die Trickle Down Theory nicht mehr wirklich. Oder? Meiner Meinung nach ist es aber so, dass wenn wir die Reichen ausbeuten, wir auch die Armen ausbeuten werden. An unserem Umgang mit den Reichsten der Reichen, entscheidet sich, wie fortschrittlich unsere Zivilisation wirklich ist. Denn Fehler machen wir alle, ob wir reich sind oder arm. Und Reiche könnten rein theoretisch die grösseren Fehler machen, als die Armen. Und die Annahme, dass irgendetwas automatisch geschieht, ist ein sehr grosser Fehler. Nichts geschieht automatisch und alles muss auf die eine oder andere Weise geplant und durchdacht werden. Nur wenn wir schon im Voraus sagen können, dass es vermutlich funktioniert, erst dann tun es die Reichen.
Doch wieso sollten wir aufhören mit der Ausbeutung? Es beuten ja ausnahmslos alle aus, einfach deshalb, weil Gerechtigkeit praktisch unmöglich herzustellen ist. Das ist wie eine Waage, die auf beiden Seiten dieselben Gewichte hat und somit ausgeglichen ist. Es ist ein riesen Zufall, dass die Waage gleich viele Gewichte hat. Nur schon ein Sandkorn, würde die Waage zum Kippen bringen und es wäre nicht mehr gerecht. Es ist also normal, dass wir ausgebeutet werden und andere bevorzugt werden.
Der Mensch will ja grundsätzlich nicht ausgebeutet werden, weshalb jeder für sich selbst, den ersten Schritt tun sollte. Der erste Schritt ist, dass man selbst nicht mehr ausbeutet, selbst dann nicht, wenn man selbst ausgebeutet wird. Die Reichen sollten also selbst darüber entscheiden, wohin das Geld fliessen soll. Die Reichen sollten sich häufiger überlegen, wie der Lebensstandard weltweit erhöht werden kann.
Die Reichen sollten aber niemals dafür sorgen, dass die Armut abgeschafft wird. Denn Arme Menschen wird es immer geben, sagte schon Jesus (Johannes 12,8). Wieso gibt es Armut für immer? Es ist ja jeweils derjenige der Ärmste, der am wenigsten Geld oder Punkte hat. Irgendjemand ist also immer der Ärmste. Nehmen wir ein Punktesystem an, bei dem man maximal 50 Punkte bekommen kann und minimal 0 Punkte. Wenn es nun eine Person mit 0 Punkten gibt, ist sie die Ärmste. Nehmen wir an, dass der Ärmste 10 Punkte hat, dann zeigt dies nicht etwas eine Qualität im System auf. Nein. Das hat noch überhaupt nichts geändert. Einfach dass nun 10 Punkte wie 0 Punkte sind. Und wenn der Ärmste 49 Punkte hat, dann ist dieser Arm, obwohl er nur einen Punkt vom maximalen Reichtum weg ist.
Armut kann man mit keinen System beheben, ausser man macht alle Mensch arm. Doch wenn alle Menschen arm sind, dann weiss man auch nicht mehr, was gut ist. Es muss mindestens zwei Punkte geben. Einen für arm und einen für reich. Sonst funktioniert das nicht. Anstelle von Punkten kannst du auch Euro oder Dollar einsetzen, das ist egal. Unser Denken braucht also eine Unterscheidung. Wir brauchen Grenzen, damit wir wissen, wo etwas anfängt und etwas anderes anfängt. Irgendwo hört also der Reichtum auf und die Armut fängt dort an.
Es geht also niemals darum, die Armut abzuschaffen, sondern den Lebensstandard zu erhöhen. Doch der Lebensstandard kann nur so gut sein, wie wir fähig sind, Böses in Gutes zu verwandeln. Anfangs können wir Bösem nicht begegnen und verlieren haushoch. Irgendwann lernen wir, wie wir das Böse nicht mehr tun müssen und das Gute tun können. Dieser Moment fängt dann an, wenn wir fähig sind zu ertragen.
Eine Hausfrau arbeitet, damit die Wohnung fit ist und ihre Kinder. Die Hausfrau kocht für den Mann. Der Mann geht irgendwo arbeiten und tut Dinge für ihren Chef. Natürlich könnten man heute auch die Rollen vertauschen. Dies alles ist Liebe. Niemand hat sie gezwungen für ihre Wohnung, Kinder und Mann zu kochen. Sie tut es, weil alle wissen, dass sie Freude daran haben. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass es eines Tages keine Arbeit mehr geben wird, dann gibt es auch keine Liebe mehr. Die Frau kocht nicht mehr für ihren Mann und der Mann geht nicht mehr arbeiten, weil ja der Computer dafür besser geeignet ist und es billiger erledigt. Die Menschen müssen sich nicht mehr lieben. Eigentlich gut, aber nur, wenn sie sich nun freiwillig lieben.
Nicht mehr einer Arbeit nachgehen zu können, bedeutet nicht mehr zu lieben und in solch einer Welt will niemand leben. Wir sollten die Liebe endlich jetzt schätzen lernen, bevor es zu spät ist. Sonst werden wir süchtig vor unseren Computern sitzen, jeder ganz alleine. Wer solch eine lieblose Welt sich wünscht, in der die Menschen vereinsamen, dank Computer, der sieht in Zukunft keine Arbeitsplätze. Es ist einfach nur krank darüber zu schreiben. Ihr wünscht euch keine Welt, in der wir nicht mehr arbeiten!
Ihr wünscht euch eine Welt, in der jeder mehr und länger arbeitet. Der Mann, der nach Hause kommt und sich über das Essen der Frau freut, hat einen Spaziergang mit Fackeln für ihre Ehefrau vorbereitet, obwohl er einen langen Arbeitstag hatte. Er geht mit ihr dann noch in einen Raum, der jemand anderes mit Rätseln vorbereitet hat, die man lösen muss, um wieder rauszukommen. Keine Ahnung, was die Menschen alles mit Liebe noch unternehmen. Ob es nun eingekauft ist, oder selbst gebaut, das spielt weniger eine Rolle, am Ende ist jeder bezahlt. Derjenige, der Geld gibt, mit einem Erlebnis und derjenige, der das Erlebnis schafft, mit Geld.
Wenn ihr wirklich glaubt, dass es eines Tages weniger Arbeit gibt, gibt es auch viel weniger Liebe und das wünscht ihr euch nun wirklich nicht. Es wird weniger Angebote geben und weniger Möglichkeiten etwas zu tun. Das wünscht sich niemand! Ihr habt nur dann einen Frieden, wenn ihr eure Arbeitslosigkeit vertreiben könnt mit Liebe. Frieden ist ohne Arbeit und damit Liebe nicht möglich. Denn sind die Menschen nicht mehr fähig etwas für andere zu tun, werden sie wegsterben. Sie werden keine Freude mehr am Leben haben und deshalb frühzeitig an Deppressionen sterben. Freudlosigkeit führt zum Tod. Und Arbeitslogikeit ist Freudlosigkeit.
Stellt euch also eine Welt vor, in der es immer mehr zu tun gibt, obwohl der Arzt heilt, der Informatiker künstliche Intelligenz schafft und der Richter für ein faires Leben eintritt. Jeder macht sich völlig überflüssig und trotzdem entstehen immer mehr Möglichkeiten zu arbeiten. Stellt euch eine Welt vor, in der die Welt mit so viel überflüssiger Arbeit voll ist, dass der Arzt keinen Bock mehr hat, seine Patienten krank zu halten, der Informatiker nicht nur eine künstliche Intelligenz, sondern eine wirkliche natürliche Intelligenz erschafft und der Richter seine Arbeit so gut tut, dass es keine Verbrechen mehr gibt und er eigentlich schon längst arbeitslos wäre. Stellt euch eine Welt vor, in der immer mehr Arbeit entsteht, gerade weil alle alles richtig tun und jeder zu seinen Fehlern und Sünden steht. Stellt euch eine Welt vor, in der die Polizei nicht mehr Verbrecher jagt, weil die Verbrecher alle freiwillig zur Polizei gehen. Das ist Frieden! Das bedeutet zu wissen, wie man lebt und liebt. Wie man arbeitet!