friedensethik.ch

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Veröffentlichung: 6.7.2022 19:31
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Das Gute im Menschen

Der Mensch hat eine ganz spezielle Art zu zeigen, dass er an das Gute denkt. Zum Beispiel als ich Software programmierte, habe ich oft gedacht: “Microsoft ist schuld”. Doch am Ende konnte ich meine Probleme ohne Microsoft lösen. Es war eigentlich nie Microsoft schuld, ausser einmal. Und obwohl Microsoft schuld war, konnte ich das Problem selbst und ohne Microsoft lösen.

So ist der Mensch. Er glaubt an das Gute in sich selbst und gibt deshalb den anderen Menschen die Schuld. Es kann ja nicht sein, dass ich einen Fehler beim Programmieren gemacht habe, also muss Microsoft schuld sein. Doch es gibt noch eine Eskalationsstufe mehr. Wenn man nicht erklären kann, wieso etwas schiefgeht, gehen die einen davon aus, das alles bewusst gemacht wird. Alles weil sie es selbst bewusst machen. Und das Resultat sind die bösen Menschen in den Köpfen. Man sieht es daran, dass im Gesetz zwischen guten Menschen und bösen Personen unterschieden wird. Die bösen Menschen sind jene, die absichtlich und bewusst, andere fertigmachen. Wie kann es anders sein, weil man sich nicht vorstellen kann, dass jemand etwas unterbewusst tut. Also müssen diese Verbrecher genau wissen, was falsch gemacht wurde und sie sind demnach böse. Doch würden diese Menschen verstehen, dass man viele Dinge gar nicht so bewusst tut, müssten sie ihren Standpunkt vom Bösen aufgeben. Plötzlich ist der Drogensüchtige nicht mehr ein Mensch, der bewusst sich kaputt macht, sondern weil ihm nicht klar war, wie gefährlich Drogen sind.

Eine andere Weise ist, zu sagen, dass der Mensch dumm ist. Er kann halt nichts dafür, weil ihm das Wissen fehlt. Er kann es nicht lernen. Vor allem Menschen, die selbst dumm sind, denken, dass andere dumm sind. Diese Menschen wissen nicht, was sie falsch machen. Viele können sich gar nicht vorstellen, dass man alle Dinge richtig oder falsch machen kann. Wenn man ihnen aber erklärt, dass der Hotdog falsch gemacht ist, wenn sich aller Senf unten ansammelt, regen sie sich auf, wieso man einen richtig gemachten Hotdog haben will. Dabei geht es gar nicht darum, ob man einen richtig oder falsch gemachten Hotdog isst, doch der richtig gemachte Hotdog schmeckt einfach besser. Und natürlich darf man Hotdogs falsch machen. Es ist ja extrem schwierig, einen Hotdog richtig zu machen. Man müsste dazu das Loch ins Brötchen tun und dann unter den Senf halten. Genau in dem Moment, wo der erste Senf ganz unten im Brot angekommen ist, müsste man das Brötchen drehen, sodass der Senf sich im Brötchen verteilt. Eben, es ist schwierig einen Hotdog richtig zu machen und natürlich kann man ihn auch ganz einfach richtig machen, doch dann ist etwas anderes falsch.

Wieso soll man es richtig machen, wenn es so kompliziert ist? Macht man es halt dumm? Der Dumme sieht erst dann seine Fehler ein, wenn er selbst darunter anfängt zu leiden. Dann plötzlich will er das Gute haben. So sieht man, dass der Dumme nicht Böse ist, sondern gut. Doch der Mensch, der bewusst mit Intelligenz die Sachen falsch macht, dem sagt man nach, dass er wirklich böse ist und niemand ihm helfen kann. Doch wieso ist solch ein böser Mensch trotzdem gut? Ehrlich gesagt, wäre ein Mensch wirklich böse, müsste er in allen Disziplinen das schlechtere Resultat haben wollen, ja, solch ein böser Mensch, will nur versagen und leiden. Ein böser Mensch hat zu Hause keine Fitnessgeräte, sondern Foltergeräte. Doch diese Foltergeräte braucht er primär nicht um andere zu foltern, wie es ein guter Mensch tun würde. Nein ein böser Mensch braucht die Foltergeräte um sich selbst zu foltern. Ein böser Mensch überlegt sich also, wie er selbst möglichst viel leiden kann. Er wird bei einem Kartenspiel auch niemals gewinnen wollen, sondern nur verlieren. Es gibt keine böse Menschen, sondern gute Menschen, die sich nichts Schlimmes über Drogen denken und diese dann konsumieren und daran zugrundegehen, obwohl sie am Leben bleiben wollten. Jeder Mensch will das Gute. Und weil für den Menschen das Gute so wichtig ist, gibt er anderen die Schuld, denn der Mensch will der Gute sein. Weil dem Menschen das Gute so wichtig ist, sagt er, dass andere Menschen böse sind oder dumm. Er versucht mit allem was er selbst hat, eben der Gute zu bleiben. Und natürlich ist nichts daran schlimm, dass man der Gute sein will, ja, es ist doch wirklich gut der Gute zu sein, deshalb benannten sich die Satanisten auch als Gott. Wären die Satanisten böse, würden sie sich nicht Gott nennen, sondern Satan.

Da es Menschen gibt, die gegen das hier Geschriebene sind, handeln sie und verändern ihre Sicht so, dass ich im Unrecht bin und einen noch längeren Text schreiben müsste, um wieder darzulegen, dass der Mensch eigentlich immer trotzdem das Gute will.

Veröffentlichung: 17.6.2022 14:40
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Das Problem des Konflikts von Links und Rechts

Leider gibt es eine unbequeme Wahrheit. Der Begriff “Nationalsozialismus”. Was war nun schlecht an Hitler? War es der Sozialismus oder der Nationalismus? Oder war es die Kombination von beidem? Für mich zeigt sich hier wieder ganz klar, dass man alles falsch machen kann. Sozial zu sein ist für mich eigentlich nicht schlecht und für sein eigenes Land zu schauen ist auch ok. Doch wie kombiniert man diese beiden Dinge, damit kein neuer Hitler entsteht?

Sagen wir es einmal so: “Liebe deinen nächsten wie dich selbst”. In diesem Satz steht, dass man sich selbst lieben soll. Aber es steht auch, dass man seine Mitmenschen lieben soll. Wenn jemand wie zum Beispiel der Hitler, gewisse Bevölkerungsgruppen ausschliesst, dann erhöht er sich selbst und erniedrigt andere. Das ist falsch. Doch genauso falsch wäre es, andere zu erhöhen und sich selbst zu erniedrigen. Liebe deinen nächsten wie dich selbst, hat ein Gerechtigkeitsanspruch. Es geht hier darum, dass auf beiden Waagschalen gleich viel drin ist. Und leider ist dies äusserst schwierig herzustellen. Denn so schnell wiegt irgendetwas mehr oder weniger und schon ist die Waage nicht mehr im Gleichgewicht. Wir haben dafür zu sorgen, dass wenn wir anderen sagen, dass sie zu Hause bleiben müssen, wir auch selbst bereit sind zu Hause zu bleiben. Doch leider ist dies nicht immer möglich.

Ich bin zum Beispiel Softwareentwickler. Eigentlich müsste nun jeder Softwareentwickler sein können. Doch das ist nicht möglich. Gewisse Menschen verstehen Mathematik schlechter und Informatik noch schlechter. Wie ist es denn überhaupt möglich, gleichberechtigt zu sein? Es will ja auch nicht jeder Software entwickeln. Sollte nun jeder Software entwickeln müssen, denn dann hätten wir Gleichberechtigung. Natürlich dürfen gewisse Menschen Brot herstellen und andere Software, das ist sogar gut.

Nicht jeder kann gleich gut für den Frieden argumentieren. Soll ich nun zu Hause bleiben, damit die anderen selbst den Frieden erforschen? Oder soll ich mein Wissen weitergeben? Wenn ich mein Wissen weitergebe, dann kann es missbraucht und falsch verstanden werden. Laut Bibel gibt es ein einziges Wort, das nicht falsch verstanden werden kann und das ist Jesus. Doch so wie es ausschaut, verstehen die meisten gerade dieses Wort falsch. Wie können wir nur gerettet werden und wie geht es nur am Ende wirklich allen gut?

Gerechtigkeit ist genauso wichtig wie Liebe. Deshalb Liebe deinen Nächsten so wie dich. Dies besagt schon, dass es Menschen gibt, die weniger lieben und andere die mehr lieben. Das ist in diesem Sinne nicht ungerecht oder schlecht. Wir müssen nicht uns selbst mehr lieben können, wenn wir beides ausgeglichen halten. Wir müssen auch nicht andere mehr lieben können, wenn wir beides ausgeglichen halten. Doch wie wissen wir, ob die Waagschalen ausgeglichen sind? Wir wissen ja nicht einmal, wie fest jemand unter etwas leidet. Naja manchmal müssen wir davon ausgehen, dass es jemandem schlecht geht, entweder weil er nichts mehr sagt oder in negativen Formulierungen ausbricht. Doch wie können wir nur mehr lieben?

Für mich ist die Frage nach mehr Liebe entscheidend. Ich meine mit Liebe immer die göttliche Liebe, eigentlich nie die sexuelle. Wir lieben mehr, wenn wir unseren Mitmenschen mehr vergeben und es schaffen sie zu ermutigen, aber gleichzeitig ihnen auch die Gerechtigkeit beibringen können. Doch bei der Gerechtigkeit ist es so, dass wir es immer falsch machen, weil es immer noch besser geht. Wenn wir nun wie Jesus leben und die Gerechtigkeit nicht mehr fordern, sondern zeigen, wie wir bereitwillig leiden, werden unsere Mitmenschen automatisch auch mehr ertragen und sich mehr selbst beherrschen.

Zu lieben bedeutet also, niemals anderen etwas aufbürden, das man selbst erledigen kann. Für was kann ich programmieren, wenn ich von einem Bauer fordere, dass er programmieren soll? Ich sollte zuerst alles geben, was ich kann, um dann zu schauen, was andere mir beibringen können. Wenn ich es nicht schaffe, aber ich wenigstens richtig mit dem nicht schaffen umgehe, dann lernen andere, wie sie es richtig nicht schaffen. Das ist schon viel besser, als ständig von anderen irgendetwas fordern. Wir können nicht gut genug argumentieren, um anderen zu erklären, wie sie es machen sollen. Am Effizientesten ist es immer noch, wenn jeder das lernt, was er selbst am besten lernt. Ich fordere also, dass ich das tue, was ich am besten tun kann und gleichzeitig wünsche ich mir, dass meine Mitmenschen lernen das am besten zu tun, für was sie geschaffen wurden. Wir können unsere Rolle nicht wirklich verlassen. Selbst Schauspieler haben ihre Rolle als Schauspieler. Sie übernehmen die Rollen anderer Menschen nur für eine begrenzte Zeit.

Wenn jeder das tut, was er am besten kann und nicht schaut, ob andere es genauso gut tun, dann haben wir eine Welt, in der wir aufblühen und gedeihen können. Sich selbst zu lieben, bedeutet nicht seine schwarzen Seiten hochzuheben, denn diese kann man ja nicht lieben. Sich selbst zu lieben, bedeutet zu tun, was man selbst gut kann. Und andere zu lieben, bedeutet, ihnen zu überlassen, was sie tun wollen, damit sie hoffentlich irgendwann sich selbst kennenlernen, damit sie verstehen mögen, was sie am besten tun können. Und allgemein zu lieben, bedeutet, etwas Gutes zu tun. Wir können andere und uns selbst nicht für Böses schätzen. Wir können das Böse nur irgendwie übersehen oder auf das Gute hinweisen. Liebe weist darauf hin, was gerecht und unschädlich ist, denn nur so macht man am Ende nicht sich selbst kaputt (zum Beispiel, indem man andere kaputt macht). Wir müssen mit dem Bösen aufhören und mit dem Guten anfangen.

Veröffentlichung: 16.6.2022 12:40
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Der ewige Konflikt zwischen Links und Rechts

Neulich diskutierte ich mit einem Kollegen. Es hiess: “Linke sind sozial und Rechte schauen nur für sich”. Das Problem: Man muss beides können. Wenn ich nicht für mich selbst sorgen kann, dann kann ich niemandem helfen, weil ich ein Niemand bin. Natürlich reicht oft schon ein bisschen für sich selbst sorgen, doch es kann sein, dass man dann nicht jeder Person helfen kann. Mein Anspruch ist es, dass es meinen Freunden gut geht. Deshalb kann auch nicht die ganze Welt zu meinen engeren Freunden gehören. Natürlich, wenn man Milliarden hat, könnte man vielleicht besser helfen. Doch die Hilfe verpufft schnell, wenn man nicht für sich selbst sorgen kann. Denn irgendwann hat man kein Geld mehr, weil man nur noch für andere schaut.

Nur noch für andere da sein – eine Illusion, die völlig abhängig macht. Es braucht dann die anderen und es braucht unter Umständen dich selbst nicht mehr. Natürlich kann man alles richtig und falsch machen. Doch falsch für andere zu sorgen, bedeutet, sie in Wirklichkeit arm zu machen. Wenn man nicht weiss, wie etwas funktioniert, sollte man die Hände davon lassen. Wenn man nicht weiss, wie etwas gelingt, dann sollte man es unterlassen. Zumindest eine Ahnung sollte man haben, aber dann muss man überprüfen, ob ein Gewinn entsteht oder nicht. Denn entsteht kein Gewinn, ist alles umsonst. Mit Gewinn meine ich, dass die Menschen sich so fest über die Hilfe freuen, dass sie von sich selbst aus bereit sind Geld zu geben. Sie müssen nur bereit sein, Geld zu zahlen, arme Menschen können ja nichts bezahlen.

Geld ist nichts anderes als eine Art Abstimmung. Wer ist bereit für etwas Geld auszugeben? Was hat es verdient, dass es bezahlt wird? Geld ist also sozial, weil wenn man alleine ist, gibt es keine Notwendigkeit für Geld. Einsam muss man nichts einkaufen, weil man ja einsam bleibt. Und in unserer Welt führte extreme Einsamkeit schon immer in den Tod. Das heisst, die Menschen versuchen ganz natürlich schon, ihre Einsamkeit zu verlieren und begeben sich in Gemeinschaften. Man sieht nur selten einen Einsiedler und selbst die nehmen Besucher mit Freuden auf.

Doch alles hat seine Grenzen und Geld genauso. Wenn man denkt irgendetwas völlig automatisch erledigen zu können, hat man sich geirrt. Es geht nichts von selbst. Der Computer ist voller Tücken und Fehler. Der Computer wird den Mensch zerstören, weshalb er niemals über den Menschen herrschen sollte. Dennn der Computer hat kein Mitgefühl. Er führt genau das aus, was eingegeben wird. Und wer versteht schon alle Menschen? Wer weiss wie die Herzen ticken? Niemand! Denn alle halten sich selbst für gut, aber ihre Feinde für böse.

Umso besser man das Soziale mit dem für sich selbst sorgen vereint, desto besser läuft das Leben ab. Und dazu muss man sich genügend Zeit geben. Wie will man für sich selbst sorgen, wenn man keine Zeit für sich selbst nimmt? Geht nicht. Wie will man für andere sorgen, wenn man keine Zeit für andere nimmt? Wie können wir in der Natur überleben, wenn wir nur in künstlichen Umgebungen waren? Wie können wir Freundschaften knüpfen, wenn wir in der Natur sterben?

Der Konflikt zwischen Links und Rechts ist deshalb so problematisch, weil man von Beidem etwas braucht. Umso besser man sozial ist, desto mehr Gewinn hat man, weil man weiss, was andere wollen. Umso besser man für sich selbst sorgen kann, desto weniger muss man fürchten. Menschen, die viel Geld haben, können zumindest irgendwie für sich selbst sorgen. Menschen, die wenig Geld haben, sind meist viel sozialer, weil sie wissen, dass es für den Erfolg andere braucht. Vergessen wir beides nicht. Helfen wir Menschen, dass sie zu mehr Geld kommen, indem sie verstehen lernen, was wirklich zählt. Wirklich zählt ja nur, was die Bedingungen von Links und Rechts erfüllt. Es reicht nicht Links und nur sozial sein. Man muss auch wissen, wieso man selbst auf bestimmte Weisen handelt. Man muss wissen, wieso man selbst manchmal ausrastet. Man muss sich selbst kennen. Ich bin schizophren und muss lernen mit meiner Schizophrenie umgehen, sonst könnte ich womöglich sogar sterben. Ich sprang schon einmal aus dem Fenster und überlebte nur mit viel Glück. Ich konnte nicht für mich selbst sorgen. Ich war völlig von fremden Faktoren abhängig. Deshalb war es auch möglich, dass ich im Schlaf aus dem Fenster sprang, ohne es selbst zu tun.

Man kann eben völlig fremdgesteuert sein, wie mein Sturz es beweist. Und das ist leider nicht lustig. So könnte noch vieles passieren, das schlimm endet. Doch kennt man nur sich selbst und ist man nicht fähig, auf andere einzugehen und auch mal von sich selbst wegzukommen, nutzt man die anderen nur aus. Zur persönlichen Bereicherung von anderen zu leben, ist sinnlos. Meiner Meinung nach, ist der Teufel völlig alleine und will keinen Kontakt. Das führt dazu, dass die Gemeinschaft scheitert. Das führt dazu, dass man anderen sagt, was sie zu tun haben. Denn man ist nur alleine, weil die anderen tun, was man selbst will. Es bringt nichts, für andere etwas zu tun, wenn man selbst völlig dagegen ist. Sozial zu sein, bedeutet seine Freunde zu kennen und zu wissen, was sie brauchen, wer sie sind und wie sie ohne mich auskommen. Denn brauchen meine Mitmenschen ich ständig, dann sind sie drogenabhängig von mir. Es geht ja nicht darum, dass wir abhängig sind, sondern, dass wir andere menschen nicht brauchen, aber trotzdem für andere Menschen da sind.

Wenn wir für andere Menschen da sind, dann hat dies mehr Wert, wenn wir die anderen Menschen eigentlich gar nicht brauchen. Andere Menschen zu benötigen, ist ein äusserst problematischer Zustande. Dies suggeriert, dass es alleine nicht ginge. Dies suggeriert, dass wir selbst ungenügend sind. Wenn wir andere Menschen benötigen, dann ist dies ein äusserst schlechter Prozess. Denkt nur, was Dorgenabhängige machen – sie töten andere, damit sie zu Geld für ihre Drogen kommen. Menschenabhängige töten andere, damit sie ständig in Kontakt mit Menschen sein können. Sobald sie alleine auf dem WC sind, drehen sie durch. Sobald sie alleine sterben und es stirbt jeder alleine, drehen sie durch. Der Tod ist das Schlimmste für diese Menschen, weil es keinen sozialen Tod in diesem Sinne gibt. Man stirbt alleine.

Es geht doch darum, dass du so sein kannst, wie du bist. Es geht doch darum, dass die Menschen dich annehmen wie du bist. Es geht doch darum, dass du die Erlaubnis und die Forderung hast, dass du dich nicht verstellen musst. Es geht doch darum, dass deine Mitmenschen es schätzen, wenn du dich nicht verstellst. Es geht doch darum, dass deine Mitmenschen dich treffen, weil sie dein Freund sind und durch dick und dünn gehen. Es geht darum, wie in den schlimmsten Zeiten deine Freunde zu dir halten. Es geht aber auch darum, wie du zu deinen Freunden hälst, egal wie schlimm es wird. Und natürlich kann man nicht alles gut heissen. Gewalt ist keine Option. Leider passiert Gewalt manchmal auch unbeabsichtigt und dies ist äusserst problematisch. Deshalb brauchen wir eine Reichtumshaltung, inder wir sind, damit uns nicht etwas fehlen würde. Denn fehlt uns etwas, geht es uns schlecht. Sind wir unvollständig, geht es uns mies. Wenn Menschen uns sagen, dass sie ohne uns nicht sein können, kann dies problematisch sein. Denn wir können nicht rund um die Uhr mit diesen Menschen sein. Spätestens der Tod wird uns scheiden. Und manch einer Schläft früher ein oder wacht später auf. Wenn jemand ohne uns nicht kann, müssten wir immer gleichzeitig aufwachen. Es ist nicht möglich. Es wäre sozial, aber auch sehr anstrengend. Und natürlich ist es gut, wenn wir vollgas geben. Doch, was wenn wir unsere Beherrschung verlieren? Was wenn wir an unsere Grenzen kommen und einfach nicht mehr können? Dann wird eben wichtig, wie wir für uns selbst sorgen.

Veröffentlichung: 15.6.2022 9:6
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Von Demonstrationen bis Marketing

Ein Versuch den Fokus auf das friedlich Autarke nicht zu verlieren

Was ist eigentlich der Zusammenhang von Selbstständigkeit und Demonstrationen? Bei welchen politischen Entscheidungen können wir noch frei handeln? Selbstständigkeit benötigt ja freies Handeln. Und man kann mit ziemlich vielen Restriktionen noch überleben. Sogar in China kann man noch überleben. Der Eingriff in den Körper kann natürlich diese Freiheit schmälern oder weniger freudig machen, wenn es ein erzwungener Eingriff ist.

Nehmen wir an, wir müssen zu Hause bleiben. Heute können wir immer noch übers Internet verbunden sein. Natürlich ist das niemals dasselbe. Und es lohnt sich, je nachdem, auf dem Land zu leben, weil man so eventuell mehr die Natur geniessen kann. Wer in der Stadt wohnt, muss mit mehr Restriktionen rechnen und ist unter Umständen weniger frei. Aber in der Stadt kann man auch mehr frei sein, weil dort mehr Menschen dicht auf dicht leben.

Demonstrationen sind ja eigentlich da, um uns Freiheit zu ermöglichen. Und natürlich werden wohl viele auf die Strassen gehen, wenn man nicht mehr demonstrieren darf. Vielleicht ist es sogar besser, gewisse Demonstrationen der Antifa zu überlassen, obwohl man gleicher Meinung ist. Ich denke die Antifa demonstriert auch ziemlich gerne, oder ich hoffe es.

Um Freiheit zu sichern, müssen wir uns verbünden, wenn möglich. Da zu demonstrieren ein so wichtiger Faktor ist und vermutlich die Antifa auch gerne mal demonstriert, müssen wir darüber nachdenken. In China wurden die ersten Demonstrationen erfolgreich verhindert. Was, wenn das bei uns passiert? Und es trifft dann immer die falschen Demos.

Das spezielle an der Freiheit ist, dass es Meinungen gibt, bei denen man fast der Einzige ist, der die gleiche Meinung hat. Es gibt aber auch Meinungen, bei denen tausende gleicher Meinung sind oder sogar Millionen.

Gewalt hat das Problem, dass sie Gegengewalt auslöst. Wenn man mit Gewalt handelt, muss man davon ausgehen, dass wieder neue Gewalt entsteht. Bei gewaltlosen Aktionen muss man dagegen keine Konsequenzen fürchten, weil sie keinen Schaden ausgelöst haben. Freiheit wird also unterbunden durch Gewalt. Durch Gewalt erzwingt man etwas und man verliert damit die Freiheit, weil der andere dann das Recht bekommt, es mit Gegengewalt auszugleichen. Wenn der andere aber keine Gewalt anwenden muss, um seine Meinung zu behalten, haben wir Frieden. Wenn die Menschen den Frieden bewahren können, haben sie mehr Freiheit.

Frieden bringt also Freiheit und damit Selbstständigkeit. Zum Glück müssen nur die Gewalttäter mit Gegengewalt rechnen. Klar kann auch gegen friedliche Gewalt ausgeübt werden, doch zumindest ist sie dann nicht zwingend. Freiheit bedeutet ja, dass wir tun können was wir wollen oder müssen. Umso besser unsere Kampfkunst ist, desto weniger Gewalt brauchen wir. Die beste Kampfkunst ist es immer noch mit Worten zu handeln und auf Zwang/Gewalt zu verzichten. Worte haben den Vorteil, dass Menschen trotzdem noch tun können, was sie wollen und somit frei und selbstständig bleiben.

Und es gibt die guten Argumente, die Argumente, die den Frieden bewahren und somit allen die Freiheit ermöglichen. Doch zu desto mehr Worstcases und Gewalt wir bereit sind, umso weniger müssen wir nach den besten friedlichen Argumenten suchen. Zwingen wir uns aber, auf diese schlimmen Dinge zu verzichten, dann haben wir keine Wahl mehr, als die Worte zu finden, die völlig ohne Gewalt funktionieren. Diese Argumente kommen primär nicht aus der Psychologie, sondern aus dem Marketing. Mit Psychologie kenne ich mich schon länger aus, aber Marketing ist der entscheidende Faktor, den Frieden zu verkaufen und damit keine Gewalt anwenden zu müssen, weil man so gut im Argumentieren wird.

Bei aller Wortwahl, am Ende bleibt das gleiche Problem: Wir müssen selber dafür sorgen, dass unser Gegenüber nur hört, was es auch hören will. Marketing ist genau dieser Punkt wichtig. Niemand kann einer Person etwas verkaufen, das diese Person nicht wahrhaben will. Marketing hört deshalb seinem Gegenüber genau zu und verkauft dann ein passendes Produkt. Passend bedeutet natürlich. Die Natur ist passend für den Mensch.

Zwang kann eben auch durch Worte entstehen. Indem man jemanden Dinge sagt, die er eigentlich nicht hören will. Marketing macht immer eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation. Und es geht im Marketing immer um eine Art Leiden. Wo leidet eine bestimmte Person und ist bereit alles dafür zu tun, dass dieses Leiden verschwindet. Wäre die Person vollkommen, könnte man ihr in diesem Sinne nichts verkaufen, weil sie schon alles hat. Marketing will also immer unvollkommenen Menschen etwas verkaufen, denn die benötigen noch etwas.

Im Marketing geht es also immer darum, wo eine Person noch nicht frei ist und somit unselbstständig. Hat man diesen Punkt gefunden, muss man nur noch das passende Produkt besitzen.

Veröffentlichung: 13.5.2022 15:27
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Vom Problem der Weltregierung

Es gibt mindestens zwei mögliche Wege, wie man die Welt regieren kann. Der eine Ansatz, ist derjenige des Internet und der andere ist, derjenige von wirklich nur einer Regierung. Das Internet muss man sich als verschiedene Häuser vorstellen, die durch viele Strassen miteinander verbunden sind. Jedes Haus ist ein Knoten und die Strassen sind die Kabel, in denen die Informationen fliessen. Wenn nun ein Haus ausfällt, ist es kein Problem, weil die anderen Häuser unabhängig sind und so weiter existieren. Die Post findet ihren Weg problemlos, weil alles dezentral aufgebaut ist. Haben wir aber nur ein grosses Haus, eine Weltregierung, dann ist alles zerstört, wenn diese eine Weltregierung ein Problem hat. Fakt ist also, dass das Internet einen Alienangriff überlebt, aber die eine Weltregierung wird gegen Aliens scheitern. Deshalb ist es notwendig, dass wir verschiedene Länder und Regierungen haben, die völlig selbstständig operieren und ihre eigenen Wege aufbauen, um zu überleben. Leider ist das Internet einer zentralen Seite überlegen.

Veröffentlichung: 12.5.2022 6:29
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Ich will nicht mehr über Ukraine und Russland reden

Wieso gibt es Krieg? Weil es 2-3 Parteien gibt, die sich gegenseitig kaputt machen wollen, da der Feind böse ist. Ab jetzt will ich nur noch von Kriegspartei 1, 2 und 3 reden. Kriegspartei 1+2 sind in Wirklichkeit dieselbe Partei, weil sie einfach stur drauflosschlagen, bis einer der beiden Sieger ist. Deshalb werde ich nicht mehr von der Kriegspartei 2 reden, sie ist für mich auch die Kriegspartei 1. Wenn der Krieg gewonnen ist, von einer Partei, dann entsteht die Siegermacht, die Kriegspartei 1. Kommen wir zur dritten Kriegspartei. Sie ist nicht in den Krieg involviert, sondern schaut aus einem sicheren Abstand zu. Sie ergreift auch keine der Parteien 1+2. Würde sie eine Partei ergreifen, wäre sie Teil der Kriegspartei 1. Die angeblich neutrale dritte Partei, schaut also zu. Sie ist der wirkliche Gewinner des Krieges. Früher war die Schweiz diese dritte Partei. Es heisst ja, wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte. Die Schweiz konnte sich bis jetzt immer freuen, weil sie am wenigsten in den Kriegen mitgemacht hat. Im Krieg mitmachen, bedeutet Partei ergreifen und es bedeutet zur Kriegspartei 1 zu gehören. Zur Wiederholung: Kriegspartei 1+2 sind Partei 1, Kriegspartei 3 ist der neutrale Gewinner, der nicht mitgemacht hat. Kriegspartei 3 ist nicht Sieger des Krieges, sondern sie hat nur am meisten verdient, einfach aus dem Umstand, dass sie nicht drauflosgeschlagen hat und so auch unverletzt geblieben ist. Kriegspartei 3 gewinnt am meisten, der Sieger und Verlierer des Krieges ist die Partei 1.

Wenn wir nun über einen Krieg reden und nicht mehr die Namen “Ukraine und Russland” verwenden, entsteht etwas wunderbares: Plötzlich sind wir alle derselben Meinung. Wenn wir es nun noch schaffen, das Wort “wenn” richtig zu verwenden, sind wir noch mehr einer Meinung. Man könnte nun zum Beispiel sagen, dass wenn Kriegspartei 1 seinen Feind angreift, sie siegreich ist, wenn sie besser drauflosschlagen kann. Man könnte auch sagen, dass wenn Kriegspartei 1, seinen Feind angreift, sie siegreich ist, umso listiger und böser sie als ihr Feind ist. Das heisst, um in der Kriegspartei 1 zu sein, muss man böses tun wollen. Wenn also die Kriegspartei 1 zum Schluss kommt, wie Jesus zu sterben, dann ist der Krieg vorbei. Die Kriegspartei 1 hat den Krieg in diesem Sinne nicht beendet, sondern war bereit kampflos zu sterben. Ob die Nicht-Jesus Kriegspartei die Christenpartei nun getötet hat, ist eine andere Frage. Vielleicht war die Nichts-Jesus-Partei gnädig und froh, nicht mehr kämpfen zu müssen. Doch viel wahrscheinlicher ist, dass sie es übersehen hat, dass da jemand sich gar nicht mehr wehrt, und seinen Feind tötete.

Es gibt nun verschiedene Haltungen, wie diese zum Beispiel:

1: Man sollte alle retten, aber dazu muss man gewisse Menschen fertig machen.
Feind von 1: Man sollte niemand fertig machen, aber man kann nicht alle retten.

1: Der Mensch ist nicht selber schuld, weil er nicht ausgewählt hat, als wer er geboren wurde und er bekommt keine Konsequenzen.
Feind von 1: Der Mensch hat sein Leben im Griff und ist also selber schuld für das was er tut und er bekommt die Konsequenzen so oder so.

Normalerweise passiert nun etwas, du schlägst dich auf eine der beiden Seiten und schlägst drauflos. Das ist genau das falsche, das passieren sollte. Es heisst, prüft alles und behaltet das Gute, das Schlechte muss man also wegwerfen. Was ist das Gute vom ersten Beispiel? Man sollte alle retten und man sollte niemanden fertig machen. Was ist das Gute vom zweiten Beispiel? Der Mensch hat sein Leben im Griff und konnte nicht alles frei wählen, weshalb er keine Konsequenzen mehr braucht. In einem anderen Kontext, würde das Gleiche aber wieder etwas anderes bedeuten. Deshalb kann man mit dem Begriff “wenn” formulieren, in welchem Kontext man ist. Wenn der Mensch nicht selber schuld ist, dann ändert sich nichts. Wenn der Mensch selber schuld ist, dann ändert sich nichts, weil er nicht weiss, wo er anfangen soll. Manchmal muss man den Satz auch zu Ende hören. Eigentlich immer, nur schade, dass man dann manchmal gar nichts mehr sagen kann.

Veröffentlichung: 23.4.2022 19:32
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Ich bin nicht für den Krieg

Es gibt verschiedene Möglichkeiten über den Krieg nachzudenken. Ich will hier einige auflisten. Es geht mir um ein Beispiel, ich verwende dazu Russland und Ukraine. Das Beispiel muss nicht mit der Realität übereinstimmen.

Wenn Russland auf die Ukraine schiesst, dann wird dies auf verschiedene Weisen legitimiert. Das machen übrigens auch unsere Politiker. Kriege brauchen immer Legitimation der Bevölkerung und das Schlimme daran ist, dass dabei willkürlich Menschen sterben. Wenn das Volk nicht in den Krieg will, gibt es keine Soldaten. Wenn es keine Soldaten gibt, kann der Krieg nicht geführt werden.

Wenn nun Russland die Ukraine angreift, dann kann Russland das legitimieren indem es sagt, dass die Ukraine viel schlimmer ist. Hier werden zwei verschiedene Masse von Gewalt verglichen und es wird dann gesagt, dass der Angreifer legitimiert ist, weil er weniger Gewalt anwendet, als bei einem Nicht-Angriff passiert wäre. Es ist also verhältnismässig anzugreifen, weil Schaden dadurch verhindert wird. Russland besagt mit seiner Entnazifizierung genau das. Schmerzen miteinander zu vergleichen, besagt, dass man Schmerzen gut findet. Wenn man weniger Schmerzen verursachen will, ist man immerhin für eine Reduktion, aber man ist damit auch für die Schmerzen, weil man es sonst hätte völlig anders anpacken müssen.

Wenn Russland die Ukraine angreift, dann kann Russland sagen, dass es sich wehren musste. Das heisst, man gibt der gegnerischen Partei die Schuld für den Krieg. Genauso könnte die Schweiz sagen, dass sie auf der Seiten der Ukraine ist, weil Russland angefangen hat. Wenn man genauer hinschaut, ist es ein Problem, wenn es nur darum geht, wer angefangen hat. Denn niemand will in einem Krieg leben, weshalb man den Krieg aufhören sollte. Und der Krieg wird nicht aufgehört, wenn man sagt, der andere sei Schuld, dass man sich wehrt. Und natürlich könnte man sterben, wenn man in einem Krieg sich nicht wehrt, doch wenn man stirbt, wäre der Krieg fertig, weil man im Himmel ist, oder als Atheist dann nichts mehr ist. Zudem erlebt man niemals alle Punkte, weshalb man immer, etwas nicht erlebt haben kann, weshalb dann jemand den Krieg angengen hat. So kann man nicht dabei gewesen sein, als Russland betrogen wurde. Aber man kann auch nicht dabei gewesen sein, wo die Ukraine betrogen wurde. Wer angefangen hat, ist halt von fremden Faktoren abhängig.

Man kann auch sagen, dass man Auge um Auge, Zahn um Zahn macht, wie es die Bibel besagt. Dann dürfte man nicht weniger, aber auch nicht mehr Schaden verursachen, als der Feind es tat. Man müsste genau den gleichen Schaden verusachen. Wenn jemandem der Finger der linken Hand abgeschlagen wurde, müssten man auch den gleichen Finger abschlagen. Hier stellt sich die Frage, ob jemand Linkshänder oder Rechtshänder ist. Weil jenachdem ist der Schaden grösser oder kleiner. Wenn jemand weder Links- noch Rechtshänder ist, sondern mit beiden Händen gleich gut kann, dann kann man nicht Auge um Auge und Zahn um Zahn machen. Denn dann ist der Schaden niemals genau gleich. Den genau gleichen Schaden zu verursachen ist nicht immer möglich, doch es wäre nötig, damit man das Opfer versteht. Bei Auge um Auge und Zahn um Zahn geht es also nicht um Rache, sondern um ein Verständnis mit dem Unterdrückten. Der Kriegstreiber gerät in dieselbe Situation wie das ehemalige Opfer. Leider ist diese Option sehr schwierig umzusetzen.

Man kann natürlich auch sagen, dass man härter zurückschlägt, als der andere geschlagen hat. Und man kann dazu irgendwelche Verbrechen erfinden, um dieses zuschlagen zu rechtfertigen. Man hofft hier, dass durch die Stärke des Schlages der Gegner zur Vernunft kommt. Oft funktioniert diese Methode, weshalb auch viele Menschen als Nazis oder Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt werden. Natürlich ist es sinnlos, wenn man präventiv möglichst viel Gewalt versucht zu verursachen, nur damit die eigene Botschaft gehört wird. Und noch sinnloser ist, wenn man dann wirklich einmal härter als sein Feind zugeschlagen hat. Und wie soll man in der Hitze des Gefechtes bewerten können, wer weniger und wer mehr Schmerzen zugefügt hat? Wenn man sowieso darauf aus ist, den Gegner mehr zu schaden, wird man am Ende den Gegner auch mehr Schaden, als das Opfer geschädigt wird. Am Ende wird man selbst zum Verbrecher, weil man es so weit übertrieben hat. Man fängt an Massnahmen zu ergreifen, nur schon wenn man von etwas hört. Diese Methode hat am Ende keine Legitimation und funktioniert nicht über längere Zeit. Die Wahrheit steht ja für die Ewigkeit, weshalb die Wahrheit dann rauskommt. Natürlich glauben diese Menschen, die härter zurückschlagen, dass sie selbst im Recht sind, diese Gewalt auszuführen. Sie spielen sich als Polizisten auf und wir wissen, dass wir die Weltpolizei nicht so gerne haben. Wenn man schon sich selbst zum Polizisten macht, müsste man den Job als Polizist zumindest irgendwie gut finden. Denn genau das ist man, wenn man für das Recht anderer kämpft, indem man andere schlägt.

Und ihr glaubt es nicht. Es gibt noch mindestens eine Option. Die Option Jesus. Die andere Backe hinhalten und mit Gutem überwinden. Diese Option ist äusserst schwierig verständlich und vielleicht kann man sie auch nur ganz alleine durchsetzen, einfach, weil die eigenen Freunde diese Option nicht umsetzen wollen. Diese Option bedeutet im Kampf zu sterben, ohne irgendeine Gewalt anzuwenden. Diese Option bedeutet bewusst das Risiko des Sterbens im Krieg einzugehen. Diese Option bedeutet, dass man überhaupt keine Gewalt anwenden will. Und wenn man wirklich keine Gewalt anwenden muss, kann es sein, dass man am Ende auch keine Schmerzen mehr fühlen wird, einfach, weil man selbst keine Schmerzen verursacht und somit ein Ausgleich überhaupt nicht notwendig ist. Sobald man Schmerzen anderen zufügt, muss es ausgeglichen werden. Wenn man aber keine Schmerzen mehr zufügt, weil man völlig friedlich mit guten Dingen, den Feind überwindet und diesen zur Vernunft und zur Liebe bringt, dann muss man per Definition nicht mehr leiden, weil man vorlebt, wie es ist, keine Schmerzen zu haben. Und ehrlich, ein Kind, das noch nie gelitten hat und zum ersten Mal leidet, weiss auch nicht wie viel Schmerzen es gewesen sind. Man wird also wieder zu einem Kind, wenn man niemals irgendetwas Böses anderen Menschen zufügen will. Natürlich muss man auch sich selbst nichts Böses zufügen wollen. Und leider sind wir Sünder und werden wieder da mal lügen oder jemandem eine Faust aufs Auge drücken. Wir haben uns nicht im Griff. Deshalb ist es auch so wichtig diese kompromisslose Option zu ergreifen. Es macht weniger ein Problem, dass man es nicht umsetzen kann, als dass man sowieso immer geneigt ist, eher zu viel Schmerzen zu verursachen. Nur schon weil man sein Gegenüber schlecht einschätzen kann, da man nicht in seinen Schuhen gegangen ist. Ist man in den Schuhen seines Feindes gegangen, würde man genau gleich handeln, wie der Feind.

Veröffentlichung: 20.4.2022 14:24
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Die Wahrheit als beste Option

Vielen ist nicht klar, dass die Wahrheit die beste Option ist. Deshalb verbieten sie, russische Sender in der Schweiz zu empfangen. Die Russen haben halt die besten Argumente. Argumente, die man nicht widerlegen kann. Die Russen haben die Wahrheit. Weshalb sonst, sollte man die russischen Nachrichtensender zensieren? Zudem kommt noch dazu, dass man die Wahrheit nicht kennen kann, wenn man nicht alle Argumente gehört hat. Die beste Option ist nur die beste Option, weil sie alle Varianten von Argumenten miteinbezieht. Deshalb heisst es auch “Ratschluss Gottes”. Informationen zu unterbinden, bedeutet auch, dass man im Krieg unterlegen ist, gerade weil man so seinen Feind nicht kennt. Die Kunst des Krieges sagt, kenne deinen Feind und dich selbst und du musst das Ergebnis von hundert Schlachten nicht fürchten. Das Ergebnis musst du nicht fürchten, weil du gewinnst. Wir können unseren Feind nicht kennen und können so nicht siegen. Die russischen Medien sind verboten. Wie sollen wir da gewinnen können? Der Frieden muss auch seinen Feind und sich selbst kennen, doch der Frieden darf die Argumente nicht dazu verwenden, sich zu prügeln, sondern der Frieden verwendet die Argumente für etwas Gutes. Der Unterschied von Krieg und Frieden besteht in der Verwendung der Optionen. Verwendet man sie böse oder gut. Das ist die Frage.

Rein von der Wahrheit aus gesehen, müssen wir verlieren, weil wir die schlechteren Argumente gegen Russland haben, da die russischen Medien bei uns nicht zugänglich sind. Und offensichtlich ist man überzeugt, dass Russland die besseren Argumente hat, deshalb muss man sie auch verbieten. Wären die russischen Medien unterlegen, wäre es einfach sie zu entkräften und man müsste sie nicht verbieten.

Veröffentlichung: 30.3.2022 11:33
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Ukrainer helfen?

Wenn man jemandem helfen will, ist vielen nicht klar, dass man die Last auch mittragen muss. Ist man nicht fähig die Last zu bewältigen, hätte man besser nichts gemacht. Die Frage beim Helfen, ist also nicht nur, ob man hilft, sondern auch, ob man die Mittel und Fähigkeiten hat zu helfen. Die Politiker lernten bei Corona so richtig das Geld auszugeben. Ist man so fähig zu helfen, indem man alles Geld verschleudert?

Das Positive: Wenn man fähig ist zu helfen, dann wollen alle helfen. Denn der Helfer wird direkt durch Dankbarkeit des Aufgerichteten entschädigt. Helfen ist also äusserst lukrativ, doch nur dann, wenn man es auch hinkriegt. Wenn man seinen eigenen Ast absägt, dann hat man versagt. Doch kann man überhaupt wissen, ob man helfen kann? Mir ist bis jetzt noch kein Argument eingefallen, welches belegt, dass man fähig ist zu helfen. Klar ist, dass man sich eine Last auferlegt. Jedes helfen erschwert also das Leben. Man sollte deshalb nur helfen, wenn es einem sehr gut geht.

Nun sollten alle verstehen, wieso gewisse Menschen den Ukrainer nicht helfen wollen. Sie glauben, dass es nicht möglich ist. Entweder tragen diese Menschen schon grosse Lasten, oder sie wissen nicht, wie man hilft. Evt. haben diese Menschen kein Talent um zu helfen. Nicht jeder kann helfen. Es ist also nicht immer Rassismus, welcher dazu beiträgt, dass wir nicht helfen wollen. Manchmal fehlen einfach die praktischen Fähigkeiten. Nicht jeder kann mit dem Computer gut umgehen. Nicht jedem fällt es gleich schwer, ein Klavier zu spielen. Wir sollten die Kampfbegriffe bezüglich der Einstellung, dass man nicht helfen kann, aufgeben.

Wenn man die Belohnung gelungener Hilfe sieht, dann ist klar, wieso gewisse Menschen helfen wollen. Die gelungene Hilfe macht einem zum Retter. Man wird also ein bisschen wie Jesus, der viele Menschen geheilt hat. Man wird verehrt, weil man hilft und aufrichtet. Natürlich helfen nicht alle deshalb. Es wäre auch äusserst schlecht, nur deswegen zu helfen, weil man nachher gut dasteht. Es sollte also wirklich etwas bei der Hilfe dabei sein. Es sollte keine leere Hilfe sein. Leere Hilfe ist zum Beispiel, wenn man nur mit Geld hilft. Es ist nämlich keine Kunst, mit Geld zu helfen. Man muss irgendetwas ans Geld knüpfen, damit den Geholfenen etwas beigebracht wird, das ihnen wirklich nützt. Man kann auch Falsches an die Hilfe mit Geld knüpfen, was das Problem grösser macht und somit keine Hilfe mehr ist. Judas, derjenige, der Jesus verraten hat, schlug Jesus genau das vor: Etwas zu verkaufen, um zu helfen (Johannes 12,4-8).

Veröffentlichung: 25.3.2022 5:49
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Wie besiegt man Gewalt und somit Krieg?

Das Schlimme an der Gewalt ist, dass man die Gewalt zulassen muss, um sie zu besiegen. Denn Gewalt existiert aus einem Grund. Gewalt existiert nicht, weil man sie verhindern kann. Wenn dich jemand schlägt, halte die andere Backe hin, würde Jesus sagen. Niemand kann verhindern, dass jemandem die Hand ausrutscht, ausser die Person selber und nicht einmal das ist sicher. Und mit Gewalt verhindert man auch keine ausrutschende Händen, sondern mit Verständnis und somit Liebe, wird Gewalt überflüssig. Man muss dann Gewalt, von sich selbst, nicht mehr zulassen, weil man auf friedlichere Methoden hofft. Gott lässt schliesslich Gewalt auch zu. Wieso verhindert Gott keine Gewalt?

Gewalt zu verstehen, reicht, um Gewalt nicht mehr zu wollen. Das heisst, dass Gewalt und Krieg sich selbst auslöschen, wenn man sie gewissermassen in “Ruhe” lässt. Manchmal ist es auch wichtig, Worst Case Szenarien durchzuspielen, einfach damit, dass man Gewalt versteht. Niemand will wirklich in einer Welt mit Worst Case Szenarien leben, ausser der Teufel und seine Dämonen, könnte man sagen. Doch wieso will der Teufel Worst Case Szenarien? Nicht weil er sie etwa versteht, sondern weil er nicht lernen kann, da keine Wahrheit in ihm ist. Der Teufel ist wie ein Computer, denn im Computer ist auch keine Wahrheit.

Das ausschlaggebende Argument gegen Gewalt ist immer das Gleiche: Einmal Gewalt eingesetzt, wird Gewalt immer wieder nötig. Es entsteht eine Gewalt- und Rachespirale. Das heisst, A schlägt B und B schlägt A und dann fängts wieder von vorne an, bis in alle Ewigkeit. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass die Gewalt, die wir sehen, durch gedankliche Gewalt erzeugt wird. Das heisst, nur schon schlecht über jemanden zu denken, produziert immer wieder schlechte Gedanken, die wieder zurückkommen. Gewaltspiralen gibt es also nicht nur in der sichtbaren Welt, sondern auch in der Unsichtbaren. Dabei kommt es am Ende gar nicht mehr darauf an, wer angefangen hat, sondern nur noch, dass die Gewaltspiralen aufhören. Denn was klar ist, wünscht man anderen Böses, muss man damit rechnen, dass die Anderen Böses zurückwünschen. Es fängt beim kleinsten negativen Gedanken an. Es fängt dort an und sollte dort aufhören.

Denn diese kleinsten negativen Gedanken kann man nicht verhindern. Versucht man diese kleinsten negativen Gedanken zu verhindern, wendet man Gewalt an, denn die negativen Gedanken sind schon da. Gewalt bedeutet immer, dass man nichts ausrichtet, ausser Schmerzen zu verursachen. Und gegen negative Gedanken zu kämpfen, bedeutet sich selbst Schmerzen zu verursachen. Es gibt sogar Menschen, die keine Schmerzen mehr haben, weil sie den Schmerz und das Negative akzeptieren. Sie können es ja nicht ändern, sie haben es schon. Die Flucht muss wennschon gemacht, nach vorne stattfinden und nicht rückwärts. Rücktwärts angewandte Flucht ist Gewalt anwenden. Nach vorne zu flüchten, bedeutet einen anderen besseren Weg zu finden, damit die Gewalt nicht mehr schadet.

Es ist so wichtig zu verstehen, dass nicht einmal Gott Gewalt verhindert. Gott könnte wahrscheinlich schon viel Gewalt verhindern, aber er tut es nicht, weil er die Konsequenzen fürchtet. Würde Gott Gewalt anwenden, sähe die Welt anders aus, weil dann Gewalt etwas Positives ist. Gewalt ist nur deshalb etwas Negatives, weil man es nicht tut. Niemand will eine Gewaltspirale. Ich will gar nicht auf den Ukraine Krieg noch kommen, es sollte reichen, dass wir keine Gewalt anwenden wollen, dass wir nicht in einem Worst Case Szenario leben wollen. Deshalb hört auch in den Gedanken auf, Gewalt anzuwenden. Es geht halt nicht immer so einfach, weil man ja alle Gewalt zulassen muss und somit die Worst Case Szenarios gezwungen ist, durchzuspielen. Doch findet man einen Weg, der die Gewalt verabscheut, der sich vielleicht sogar für Gewalt schämt, dann ist man auf dem richtigen Weg. Schlussendlich gilt aber bei allen Gedanken, die gegen Gewalt sind, dass sie falsch sind. Auch Gewalt verabscheuen und sich für Gewalt schämen kann eine Gewaltspirale sein. Dies würde dann bedeuten, dass sich am Ende alle schämen und doch niemand aufhört mit dem Müll. Deshalb ist es so schwierig gegen Gewalt vorzugehen. Loslassen und anfangen Gutes zu tun, zu lieben, würde wohl die Bibel sagen. Mit Gutem überwinden! Tut Gutes, damit die Worst Case Szenarien unnötig werden. Liebt, damit die Menschen euer Schicksal über die Gewalt erfahren und eurer Mühe, sie zu verhindern, verstehen. Zeigt es in eurem Leben, dass ihr Gewalt nicht mehr lebt. Dass ihr lieber sterbet, als dass eine Gewaltspirale entstehen kann. Bei Schizophrenen ist es so, dass sie in sich selbst eine Gewaltspirale bekommen, die sie nicht unterdrücken können, sondern sich gegen sie nicht mehr wehren dürfen, denn wir wollen doch keine neuen Kriege?

Gewalt verhindert man also nicht mit negativen Gedanken, sondern indem man Gutes tut. Es heisst, alle Herrschenden sehen das Gute, was man tut und freuen sich darüber. Die einzige Möglichkeit, böse Herrscher zu besiegen, ist, indem man sie von den eigenen guten Taten überzeugen lässt. Böses durch noch mehr Böses zu besiegen, ist immer eine Gewaltspirale. Irgendwann muss doch das Gute gewinnen, also lasst es uns damit versuchen. Es wird Fehler und somit Böses geben, wir machen es aber das nächste Mal besser. Auch nichts versprechen, sondern nur ein ja oder nein. Ein Nein wäre möglicherweise eine Gewaltspirale. Besser wäre einfach zu schweigen. Oder ein Ja zum Guten!

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