Das Wort Verschwörungstheoretiker funktioniert nur aus einem Grund, weil man an Dummheit glaubt. Ah Verschwörungstheoretiker, der ist dumm. Aber es gibt keine dummen Menschen. Wer wirklich dumm ist, ist der Computer, dem muss man alles in kleinstmöglichen Schritten mitteilen, dass er tut was man will. Der Mensch denkt selber.
Es gibt nur Menschen, die das Erstbeste glauben und nachher geprägt sind und das Gegenteil nicht mehr glauben.
Wenn die Menschen naiv wären, dann würden sie alles glauben, sowohl dass die Muslime ein Problem haben, als auch, dass die Muslime keine Probleme haben! Sie würden dann anfangen nachzuforschen, weil sie naiv sind und alles glauben, auch das Gegenteil. Die angebliche Intelligenz verhindert, dass man alles glaubt!
Wenn du diskutierst, willst du deinen Gegner überzeugen und nicht als völlig verblödet darstellen.
Wenn du jemanden bekämpfst, dann willst du deinen Gegner schwächer machen und als verblödet darstellen.
Diskutieren und überzeugen ist also Liebe weil sie den Wert der Mitmenschen stärkt. Solange wir wollen, dass unsere Mitmenschen auch stärker werden und uns verstehen lernen, ist alles gut. Erst, wenn wir einen Mitmenschen als verblödet darstellen (wollen), führen wir einen Krieg. Einen Gegner zu verstehen und zu kennen ist laut “The Art of War” notwendig um ihn zu besiegen. Jemanden zu verstehen und zu kennen bedeutet aber sein Freund zu sein. Natürlich ist es einfacher zu gewinnen, wenn man seinen engsten Freund absticht. Es ist schwieriger einen völlig Fremden zu töten. “The Art of War” hat also recht: Mach deinen Feind zu deinem engsten Freund um ihn dann zu töten.
Was bedeutet das nun? Wenn wir wollen, dass unser Mitmensch uns versteht, ja, sollten wir auch unseren Mitmenschen hören. Es geht ja darum zu überzeugen und überzeugt zu werden? Es geht um das beste Argument, um die optimalste Lösung. Es geht nicht um einen Zufall, sondern um etwas, das eine gewisse Struktur benötigt. Eine Struktur die sozusagen auf Felsen gebaut ist, ist stabiler, als eine Struktur im Sand gebaut. Es gibt also Argumente, welche mehr überzeugen und länger halten, als andere. Es gibt eine bessere Bauweise (Argumente) und eine schlechtere. Bauen wir falsch, verlieren wir alles.
Es geht also darum, die Mitmenschen zu überzeugen auf Fels zu bauen. Jeder will ein Haus haben, das tausende von Jahren hält, weil es richtig gebaut wurde. Es überzeugt einfach. Die Wahrheit währt ewig, sagt man. Jeder will also diesen Felsen Namens Wahrheit haben und ihn in sein Leben integrieren. Es geht also niemals darum jemandem die Wahrheit zu entreissen, nein! Es wird ja eben besser, wenn jeder die Wahrheit kennt!
Es geht also nicht darum seinen Gegner als verblödet zu kennzeichnen und ihm so zu sagen, dass er keine Ahnung von der Wahrheit hat. Sondern, es geht darum, dass jeder die Wahrheit glaubt, damit wir Frieden finden mögen. Es geht darum, dass wir freiwillig uns für die Wahrheit entscheiden, ohne unter Druck und Angst zu sein. Es geht darum, bei vollem Bewusstsein zu sein, wenn wir uns für die Wahrheit entscheiden. Es geht darum, dass jegliche Kritik wahrgenommen wird, weil sie ja eben prüft, ob etwas wahr oder falsch ist.
Menschen, welche andere als verblödet darstellen haben wohl ein Problem. Das Problem scheint aber ein anderes zu sein:
Wenn dir jemand sagt, er hält dich für völlig blöd, dann ist das um einiges ehrlicher, als wenn jemand nur denkt, dass du völlig blöd bist. Es ist viel schlimmer, wenn wir denken, dass unser Gegenüber völlig blöd ist, und es niemals sagen. Es ist nicht in Ordnung jemanden als blöd zu kennzeichnen, aber es ist ein um vieles ehrlichere Art, als es in sich hineinzufressen. Wenn dein Gegner deine Argumente kennt, dann kann er stärker werden und daran wachsen. Das Ziel wird aber immer sein, dass dein Gegner kein Bock hat dir etwas zuzufügen. Das Ziel ist also, dass dein Gegner kein Bock hat dein Gegner zu sein.
Diskutieren soll dazu führen bessere Argumente zu finden und das geht nur dann, wenn wir jemanden haben, der schlechtere Argumente hat. Wenn unser Gegner uns verstehen lernt, dann wird er stärker und der Kampf wird spannender. Wer will schon einen langeweiligen Match sehen, bei dem das Ende schon am Anfang feststeht? Es geht also immer darum, dass unsere Gegner etwas dazulernen und stärker werden. Es geht also immer darum, dass wir einen besseren Feind bekommen. Bis wir eines Tages das beste Argument gefunden haben und es deshalb keinen Feind mehr geben kann. Nicht wir waren es dann, welche gesiegt haben, sondern der Kampf zwischen uns und unseren Feinden führte dazu, dass wir das beste Argument gefunden haben. Das beste Argument lässt alle am Leben und bringt allen viel Segen.
Da machen sich ein paar lächerlich, weil wir ihnen Dünnschiss abkaufen. Wir glauben tatsächlich, dass gewisse Menschen so dumm sein können und werden dann ausgelacht. Aber hallo?
Eigentlich ist es sogar die Leichtgläubigkeit, welche uns rettet. Naja ziemlich hart….
Es heisst, wer zuerst gelogen hat, dem wird geglaubt. Wenn also jemand sagt, dass die Terroristen Schuld sind an 9/11, dann glauben es alle, weil es das erste ist was sie hören. Kommt aber dann ein Leichtgläubiger und hört etwas anderes, wird dieser Leichtgläubige ziemlich schnell zwei Sachen glauben: 9/11 seien Terroristen Schuld und dass bei 9/11 wohl nicht die Terroristen Schuld sind.
Der Leichtgläubige glaubt eben auch das Gegenteil, was ihm erst die Fähigkeit schafft die Wahrheit zu erkennen. Man könnte ja die Wahrheit nicht glauben und sie so ausblenden! Klar man lauft auch in die Gefahr, eine Lüge zu glauben und damit Dünnschiss zu denken.
Es ist ein Vorteil leichtgläubig zu sein, weil Kritik dann immer ankommt und das Beste geprüft werden kann, ob es überhaupt Sinn macht. Sonst würden wir einfach der erstbesten Story nachlaufen, wie es angeblich die Linken tun.
Mir ist aufgefallen, dass “Gesetze” heute als etwas egoistisches betrachtet werden. Das heisst, dass heute viele Gesetze nach ihrem eigenem Gutdünken aufstellen und es somit keinen Sinn mehr gibt sie zu befolgen.
Gesetze waren nicht schon immer so verpönt. Ja, sie bestimmen unser tägliches Leben. Wenn wir über die Strasse gehen, schauen wir schnell ob die Ampel rot oder grün hat – eine entscheidende Tat. Oder, wenn wir in die nächste S-Bahn einsteigen wollen, lassen wir die Menschen zuerst aussteigen.
Das sind alles Gesetze. Gesetze haben nichts egoistisches und sollten keinen persönlichen Nutzen erzeugen, sondern sie sollen die Gemeinschaft ermöglichen. Es gibt ein richtig und falsch, weshalb viele sich scheiden lassen oder den Job wechseln. Wieso sind unsere Gesetze verpönt, wieso wollen wir nicht mehr forschen nach der Wahrheit, sondern wir streiten nur noch laut aber völlig grundlos? Wieso haben wir nicht bemerkt, dass es nur ein paar wenige Varianten gibt die Menschen aus dem Zug aussteigen zu lassen und dass diese Varianten logisch und damit herleitbar sind, wie eine mathematische Formel, welche nichts mit einem Gott oder einer Religion zu tun hat. Ja, Gott, die Religion, die Evolution, der Mensch oder sogar unsere Tiere, müssten nach reifem prüfen und nachdenken zu denselben Ergebnissen kommen und ein Streit, wer nun recht hat, ist völlig überflüssig.
Stattdessen spielt sich der Koran als alleiniger Gesetzgeber auf mit der Scharia. Irgendwelche Politiker wollen alles gesetzlich regeln. Die Atheisten streiten sich mit den Kreationisten. Alles umsonst – denn es kann nicht auf verschiedene Arten geschehen sein – dank den Gesetzen und somit auch der Logik. Es muss auf eine bestimmte Art geschehen und so musste es auch auf bestimmte Art und Weisen passiert sein. Man kann ein Auto nicht irgendwie bauen. Man kann ein Land nicht irgendwie aufrichten. Man kann den Schulstoff nicht irgendwie erfinden. Alles braucht seine Gründe durch die es dann existieren kann.
Man müsste sich einig werden können. Dass wir uns nicht einig werden, hat wenig mit dem Glauben zu tun. Ein Moslem ist nicht einfach ein besserer Mensch. Ein Christ genauso nicht. Selbst Gott ist nicht ein besseres Wesen. Die Diskussionen sollten uns alle zu den gleichen Regeln und Gesetzen führen. Ja, die Scharia macht nur einen Sinn, wenn man sie logisch belegen kann – jedes Gesetz macht nur einen Sinn mit logischen Beweisen. Dabei sind die logischen Beweise die Grundlage und sicherlich nicht das Gesetz für sich selbst. Es geht nicht darum, ein Gesetz aufzurichten, nur damit man eines hat – so kommen mir viele Moslems vor. Es geht darum seinen Mitmenschen das Gesetz klar zu machen in dem man mit ihnen redet und diskutiert, in dem man die Gesetze also wirklich versteht, kann man sie beweisen, erklären und weitergeben. Jeder, der die Gesetze mit Gewalt umsetzen will, hat nicht begriffen, dass wir keinen Kinderstreich spielen wollen und die Menschen also aus dem Zug aussteigen lassen wollen. Was bringt es zu verhindern, dass Menschen aus dem Zug aussteigen können? Nichts – nur Ärger und heisse Luft. Die Einigung wird kommen, genauso wie man die Menschen aus dem Zug aussteigen lässt.
Oft lesen wir aus Büchern wie wir uns verhalten sollen und was wahr ist. Das heisst, es reicht oft nicht einen Menschen zu kennen, sondern wir müssen zusätzlich diese Bücher analysieren. Das geht vom Koran und der Bibel, bis zu irgendwelchen Schulbüchern, welche über den Urknall oder die Schöpfung berichten. Irgendwelche erfundenen Stories sind meist unproblematisch, weil sie uns nichts vorschreiben.
Was soll man nun tun, wenn das eine Buch etwas vorschlägt was das andere verbietet? Also was sollen wir tun, wenn eines von zwei Büchern gelogen haben muss? Die Evolution und die Schöpfung sind im Grunde genommen nicht vereinbar, doch kurioserweise wird versucht diese beiden Wissensthemen zu vereinen. Genauso mit der Bibel und dem Koran, es können nicht beide wahr sein. Jeder Versuch muss eigentlich scheitern, da einer lügt. Das heisst, wenn nur ein Buch von zweien wahr sein kann, dann schreiben diese beiden Bücher über dasselbe Thema unterschiedlich. Natürlich passiert das schnell einmal, dass wir unterschiedlicher Meinung sind und genauso passiert es schnell einmal, dass wir gegensätzliche Bücher lesen und sie so nicht verstehen können.
Wir müssen also mit unterschiedlichen Meinungen auskommen. Doch es gibt weitere Probleme. Was, wenn die Unterschiede eine Gesetzesänderung nötig machen? Das heisst, was wenn das eine Buch zum Beispiel Polygamie befürwortet und in unserem Land ein Gesetz gegen Polygamie existiert? Es scheint so zu sein, dass desto gravierender der Unterschied und in desto wichtigeren Teilen die Unterschiede sind, desto weniger zwei unterschiedliche Meinungen gleichzeitig existieren können.
Theoretisch müssten die Gesetze logisch sein und wir müssten einander erklären können, wieso welches Gesetz wie wahr ist. Dabei reicht natürlich die Aussage, dass es in einem Buch drinsteht nicht aus. Zum Beispiel bei der Polygamie könnte man den Einwand bringen, dass ein Mann nur eine Frau haben darf, weil es auf der Welt pro Mann ungefähr eine Frau gibt. Das heisst, wären weltweit doppelt so viele weibliche Personen wie Männer, könnte man Polygamie befürworten. Gewisse Quellen besagen aber, dass mehr Männer als Frauen geboren werden. Das heisst, dass Polygamie eine schlechte Option ist, wenn es darum geht, dass ein Mann mehrere Frauen hat. Hingegen könnte man es verstehen, wenn eine Frau mehrere Männer hat. Pro 100 Frauen kommen ca. 105 Männer heisst es. Natürlich macht es bei so geringen unterschieden keinen Sinn Polygamie einzuführen. Nach dieser Argumentation macht es also keinen Sinn, dass ein Mann mehrere Frauen hat.
Das Problem beim Argumentieren ist natürlich, dass sehr schnell ein Argument ignoriert wird. Damit muss man rechnen. Doch die Gesetze entstehen nicht einfach, weil jemand es geil findet, sondern weil sie Sinn machen. Regeln für unser Leben müssen logisch einen Sinn ergeben, weshalb man durch Logik zu diesen Gesetzen kommen kann und damit auch zur Wahrheit. Das heisst, was ein Buch sagt ist schön und gut, doch wenn es keine oder nur schlechte Argumente bringt, dann ist es überflüssig. Man sollte in der Schule also nicht etwas lernen, das man nur mit einem Gott erklären kann. Wir müssen Argumente finden, welche nicht nur auf unseren Wünschen basieren. Es reicht nicht um etwas als wahr zu deklarieren, wenn wir sagen, dass Gott uns gesagt hat, es sei wahr. Alles was wir erlernen ist logisch! Alles was wir verstehen, muss logisch begründet sein. Auf eine höhere Macht sich zu berufen macht keinen Sinn. Vor allem, wenn diese höhere Macht schon ein Gesicht hat! Das heisst, wenn wir eine höhere Macht in unsere Argumentation einbringen, dann müssen wir diese höhere Macht auch logisch beweisen können. Ein Buch ist höchstens ein Lieferant von Argumenten. Das heisst, eine höhere Macht lässt sich visualisieren mittels der Vorstellung eines Chefs oder auch eines Spieleherstellers. Ein Chef bestimmt und man muss tun was er sagt. Ein Spielehersteller produziert eine Welt in welcher wir “leben” können. Jegliche Begründung einer höheren Macht, sei es Allah oder Gott, muss also für einen Normalbürger logisch erklärbar sein, damit er es dann quasi wirklich auch glauben muss. Dabei muss uns aber auch klar sein, dass die Wahrheit zwar geglaubt werden müsste, doch der Schaden, wenn man es nicht glaubt, von selbst entsteht, ohne dass irgendwer etwas tun muss. Jemanden also zu töten, weil er eine Wahrheit nicht glaubt, macht keinen Sinn. Denn, wenn jemand die Wahrheit nicht glaubt, ist es so, wie wenn er ständig gegen eine Wand läuft und sich selbst immer wieder verletzt.
Wenn uns also jemand unsere logischen Argumente nicht glaubt, dann sollte das kein Problem für uns sein, vielmehr sollten wird dadurch motiviert werden, noch mehr Argumente zu finden. Wir sollten nicht aufgrund von Büchern oder Lehrern uns die Köpfe einschlagen. Vielmehr sollten wir uns darum bemühen logische wahre Argumente zu finden. Da können uns Bücher helfen, keine Frage, doch es reicht nicht sie als Basis für unsere Entscheidungen und Gespräche zu verwenden, sondern es geht darum sich um einer Diskussion zu bemühen. Nichts auf unserer Welt ist völlig unbegründet. Alles hat seine Gründe wieso es so ist wie es ist. Logische Argumente abzulehnen bedeutet also nichts anderes als blind zu sein. Jemanden zusammenzuschlagen bedeutet keine Argumente zu suchen. Wir müssen sogar unterschiedlicher Meinungen sein, da wir sonst nicht vollständig werden können. Nur, weil unser Gegenüber uns nicht blind glaubt, haben wir überhaupt die Möglichkeit, dass wir geprüft und damit kräftiger werden.
Die Unterschiede in den verschiedensten Büchern sollten uns also nicht erschrecken, sondern sie sollten uns einen Grund dazu liefern, es noch genauer verstehen zu wollen.
Gott braucht keine Hilfe, weshalb er Gott ist. Wir müssen also nichts für Gott tun. Wir können unsere Reputation bei Gott nicht stärken in dem wir anderen sagen, sie würden in der Hölle enden. Wir müssen uns selbst sein, weil wir nur so von uns selbst lernen können. Wenn wir von Gott lernen wollen, dann ist das höchst problematisch, weil wir nun mal unsere eigene Sicht auf die Dinge der Welt haben. Alles war wir lernen, muss in unserem Leben einen Sinn ergeben. Wenn Gott wirklich Gott ist, wenn Allah wirklich Allah ist, dann braucht er unsere Hilfe für seine Projekte nicht. Gerade darin zeichnet sich dieser Allah oder Gott ja aus, dass er perfekt ist. Wenn Allah oder Gott nicht perfekt wäre, dann müsste man für ihn kämpfen und töten. Wenn dieser Allah oder Gott nicht fähig ist Argumente zu finden, dann ist er auch nicht allwissend.
Wenn du etwas stiehlst und du weisst, dass du dein Diebesgut so schnell wie möglich loswerden willst, musst du es einem anderen Dieb runterschieben. Wenn du dein Diebesgut einem ehrlichen Mann unterschiebst, wird dir nichts geglaubt. Wenn man also Kriege legitimieren will, braucht man jemanden, der kriminell ist. Die Muslime sind hierzu ein gutes Opfer und machen es für viele Politiker einfacher Kriege zu führen.
Eigentlich wollte ich nicht politisch werden, doch nun ists raus.
Ich wünsche allen Muslimen dass sie geliebt werden und zu Menschen werden, welche unter der grössten Verfolgung, keinen Gedanken an kriminalität haben.
Sich rächen für den Holocaust?
Sich rächen für die Kreuzigung von Jesus?
Rache ist nie gerechtfertigt, weshalb sie einer Prüfung nicht standhält.
Man darf höchstens den gleichen Schaden ausrichten, wie entstanden ist (Auge um Auge, Zahn um Zahn), doch messen, ob es der gleiche Schaden ist, ist faktisch unmöglich, weshalb man entweder zu wenig vergeltet oder zu viel. Wenn man gleich viel vergelten will, besteht also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man zu viel vergeltet.
Übrigens:
Wen sollten die Christen anstelle von Jesus kreuzigen?
Wen sollten die Juden anstelle von ihren Mitjuden vergasen?
Die Täter sind nicht mehr da.
Sich gerecht zu rächen bedeutet den gleichen Schaden zu verursachen. Oft kann man den gleichen Schaden aber nicht vergelten. So gibt es heute keine Konzentrationslager mehr und man weiss am Ende also nicht, wie fest jemand gelitten hat. Zu dem ist es subjektiv, wie fest jemand leidet, was bedeutet, dass der gleiche Faustschlag bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark schmerzt. Es ist unmöglich den gleichen Schaden zu vergelten, man wird daran scheitern und man darf laut Tora und Bibel nur den gleichen Schaden vergelten (Zahn um Zahn…)!
Wenn wir wollen, dass einige Juden dafür büssen, dass Jesus gestorben ist, oder, dass einige Deutsch dafür büssen, dass Juden vergast wurden, dann halten wir einen Krieg aufrecht! Wollen wir wirklich einen Krieg am Leben halten, an dem am Ende niemand seine Freude mehr hat? Wollen wir, dass wir uns gegenseitig vergelten und vernichten, ja, wollen wir böser werden, als unsere Eltern? Wollen wir wirklich herumlaufen mit einem Massstab und messen, wem noch vergeltet werden muss?
Eigentlich ist es ganz einfach. Sobald man Zensur oder Überwachung benötigt, geht es Richtung Diktatur, das heisst, diktieren einer Meinung, zu. Erst dann, wenn der Mensch seine Meinung komplett selbst bilden kann, sind wir aus der Diktatur draussen. Um eine Meinung komplett selbst zu bilden, müssen also jegliche Nachrichten verbreitet und angenommen werden. Wir brauchen einen vollständigen Blick! Wenn wir zuerst X hören und nachher das Gegenteil Y, werden wir X wichtiger bewerten, als Y. Doch wir müssen alles denken, das heisst, selbst das Gegenteil von dem wofür wir normalerweise sind. Wir brauchen einen kompletten Blick und eine sachliche Beurteilung von Informationen.
Eine gerecht Entscheidung kann man nur fällen, wenn man demütig ist. Das heisst, ein Politiker, darf sich durch nichts beeinflussen lassen, sondern muss selbst entscheiden. Ein Politiker darf nicht für sich selbst entscheiden, das wäre nicht demütig, nein, ein Politiker muss für die Mehrheit entscheiden. Für Minderheiten zu entscheiden macht nur Sinn, wenn die Mehrheit sich nicht stört. Wenn man für Minderheiten kämpft, kann man auch für einen einzigen König kämpfen, welcher immer in Unterzahl ist und die Diktatur einführt. Die Herrscher in der Diktatur sind immer in der Minderheit.
Damit man allen Menschen zuhören kann, muss man zudem alles ertragen. Desto weniger die Regierung erträgt, desto schneller kommt die Diktatur.
Laotse:
Nur der Demütige ist fähig zu herrschen.
aphorismen.de/zitat/13976
Bibel:
Matthäus 23,11
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
bibleserver.com/text/LUT/Matth%C3%A4us23,11
Philipper 2,3
Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,
bibleserver.com/text/LUT/Philipper2,3
1.Korinther 13,7
Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
bibleserver.com/text/LUT/1.Korinther13,7
Filterblasen entstehen, wenn wir nur noch hören, was wir selbst denken und mögen. Genau diese Strategie verfolgen viele Internetkonzerne wie Facebook und Google. Frieden kann aber nur entstehen, wenn wir ein vollständigs Bild von der Welt haben. Subjektiv gesehen, hat man höchstens Mikroaggressionen, wenn man im Internet surft. Dabei sollte man doch viel mehr erleben? Wir müssen lernen die schlimmsten Argumente zu ertragen und das geht nur, wenn die personalisierte Werbung von Facebook und Google ein Ende hat.
Hier ein paar weiterführende Links:
Das Problem bei Privatsachen ist, dass sie schwieriger zu lösen sind, weil wir sie im Dunkeln und damit Geheimen behalten. Wenn wir Frieden wollen, dann wissen wir, dass wir sterben könnten. Wenn wir Frieden wollen, dann werden wir sterben, weil wir keine Gewalt anwenden wollen. Wenn man also Frieden will, muss man alles ertragen und dulden. Man erträgt es, damit man sich selbst besser beherrscht. Da man alles erträgt, wird die Meinungsfreiheit enorm wichtig und macht auch keinen Halt vor dem Glauben. Der Frieden muss alles ertragen und will somit, dass alles erzählt wird und auf alles eine Antwort gefunden wird.
Sobald wir aber etwas zur Privatsache deklariert haben, können wir keine Hilfe mehr erwarten und werden entsprechend unkontrollierbar, weil wir es geheim behalten wollen. Es kann aber auch sein, dass wir still und heimlich untergehen, weil alles von uns privat ist. Gerade dadurch, dass es Privatsache ist, könne wir uns nicht selbst sein. Doch wir müssen uns selbst sein, damit wir Selbstwirksam sind. Wir müssen also unseren Glauben vertreten und mit möglichst vielen darüber reden, damit wir uns selbst sind und eine Antwort finden. Jedes verheimlichen verschiebt das Problem in uns selbst weiter und weiter ins Unterbewusste, bis wir es irgendwann nicht mehr unter Kontrolle haben.
Es heisst ja, dass derjenige dich beherrscht, den du nicht kritisieren darfst. Du wirst also von denen beherrscht, welche Dinge in deinem Leben zur Privatsache erklären. Du darfst dann über bestimmte Dinge nicht mehr reden, doch sie sind in dir. Es ist dasselbe mit dem Ertragen. Du musst deine Privatsache ertragen, du hast keine Wahl. Wenn du aber diese Dinge nicht ertragen willst und sie trotzdem vorhanden sind, dann hast du einen Kampf im Unsichtbaren, der dich ständig zermürbt.
Meinungsfreiheit kennzeichnet sich gerade dadurch, dass wir alles sagen dürfen, auch, weil wir es müssen, damit wir Antworten finden und uns selbst sind. Jeder Boykott macht dich zum Beherrschten. Dabei wollen wir doch frei sein und müssen frei sein, damit wir Frieden finden werden. Wir haben keinen Frieden, solange in uns eine Privatsache brodelt, über die wir nicht reden dürfen.